Hier in der Nachbarschaft gibt es leider immer wieder Probleme mit einem Hund. Oder besser, mittlerweile mit zwei Hunden. Ich habe hier auch schon einmal darüber geschrieben: Eines Tages war hier eine Nachbarsfamilie (ein Ehepaar mit zwei Kindern) mit einem Schäferhund eingezogen, und dieser Schäferhund war kein bisschen sozialisiert. Er ist auf alles und jeden losgegangen, wirklich jeden einzelnen Menschen und Hund. Dabei hat er immer geknurrt, gebellt, und die Zähne gefletscht. Zum Glück hing im Normalfall der Besitzer am anderen Ende der Leine und konnte den Hund somit davon abhalten, einen zu beißen. Wobei die Besitzerin, die meist mit dem Hund hinaus geht, im Gegensatz zu ihrem Mann, recht schwach war und ist, und den Hund immer kaum halten konnte und kann.
Dann hatten sie sich zu allem Überfluss noch einen zweiten Schäferhund gekauft. Wie sie das ins Hirn bekommen hat, frage ich mich bis heute. Den neuen Schäferhund halten sie jetzt zusammen mit dem ersten, beides übrigens ausgewachsene, aber noch nicht alte, Hunde, in einer Wohnung, die bloß 2,5 Zimmer hat. Und der zweite Hund ist genauso mangelhaft sozialisiert, wie der erste, wenn man überhaupt von einer Art Sozialisation sprechen kann. Wenn die Hunde wieder so ausrasten, sagt die Besitzerin übrigens gar nichts, sondern schweigt nur. Ich weiß nicht, ob sie überhaupt daran denkt, die Hunde zu erziehen. Denn in dem halben Jahr, das es das Problem schon gibt, hat sich wirklich rein gar nichts geändert. Also, die Hunde sind immernoch genau so aggressiv, wie genau am Anfang.
 | :: Wawa666 :: Beiträge 4526:: 251.69 Talkpoints |
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Dann habe ich vor wenigen Tagen erstmalig Kontakt zu dem Mann dieser Familie gehabt, und seitdem nun auch mehrfach. Und ich mus sagen, immer ist er wirklich sehr negativ aufgefallen. Das erste Mal, das war vor vier Tagen, bin ich ihm mal im Treppenhaus begegnet. Logischerweise habe ich ihn, wie jeden, höflich gegrüßt. Da hat er mich nur böse angesehen und irgendwie grunzende Geräusche von sich gegeben. Einen Tag später habe ich ihn wieder gesehen, habe aber wieder gegrüßt, auch, wenn das letzte Mal keine Antwort kam. Dieses Mal antwortete er zwar, allerdings nicht gerade höflich: "Jaja." Dann war ich, wieder einen Tag später, im Treppenhaus, und sah ihn da wieder. Völlig zusammenhanglos sagte er da bloß "Was soll'n der Mist". Ich habe da dann auch nichts mehr zu gesagt. Wobei ich das bis dahin gar nicht so schlimm fand. Wenn mir ein Nachbar nichts Sinnvolles zu sagen hat, dann eben nicht! Hauptsache, er lässt mich dann in Ruhe.
Die Höhe war allerdings die heutige Begegnung. Ich war heute Morgen zur Bäckerei gelaufen und kam gerade davon zurück. Dazu muss ich sagen, diese Familie lebt in der Wohnung direkt am Eingang, also mit Fenster direkt neben der Haustür. Ich hatte ganz normal die Haustür aufgeschlossen, nichts weiter. Das macht eigentlich nicht weiter Lärm, sondern knackt eben ein wenig, gerade auch, da die Tür aktuell ziemlich eingefroren ist. Plötzlich ging das Fenster neben der Tür auf, und der Besitzer der aggressiven Schäferhunde schreit mich an: "Mach nich so'n Lärm, ick will schlafen! Ick muss heut noch arbeiten!" Ich hatte gar nicht damit gerechnet, und habe daher erst einmal einfach in die Richtung geschaut, um überhaupt zu wissen, wer mich denn da aus heiterem Himmel anschreit. Ich hatte kaum hingesehen, da schreit der Kerl weiter: "Brauchst ja gar nich so dumm kieken, du Affe!"
Na gut, ich könnte mich jetzt über gewisse Mangel im Sozialverhalten vieler heutiger Menschen auslassen, aber bei so viel sinnloser Aggression scheint es mir fast, als wenn eventuell ein kleiner Zusammenhang zur Aggressivität der Hunde besteht. Sprich, wenn der Typ immer so mit Menschen oder vielleicht mit den Hunden selbst umgeht, und andauernd herum schreit (das tut er, das höre ich bis in meine Wohnung, fast täglich), dann werden die Hunde davon eventuell auch aggressiv? Kann man das sagen: "der Hund ist gewöhnlich so aggressiv wie sein Besitzer"? Oder ist das hier einfach nur Zufall?
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:: Wawa666
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Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Verhalten eines Hundebesitzers auch auf das Tier überträgt, beziehungsweise übertragen kann. Das fängt ja schon bei dem Umgang mit dem Welpen oder Junghund an. Wenn ein Hundehalter nicht ruhig bleiben kann, wird er sicher auch ausrasten und herumbrüllen, wenn der kleine Hund mal einen Fehler macht. Selbst wenn der Hund schon älter ist, wenn er zu solchen Leuten kommt, wird er dort immer lernen, dass Aggression normal ist, wenn etwas nicht in Ordnung zu sein scheint. Gerade wenn der Hund nicht so erzogen ist, dass er gehorcht, wird er sich aggressiv verhalten, auch wenn er von seinem Herrchen angebrüllt wird. So etwas kann sich auch aufschaukeln und der Hund wird dann eher aggressiver als ruhiger.
Ich habe auch schon Hunde erlebt, die sich ebenso aggressiv wie ihre Herrchen verhalten haben. So etwas gibt es auch nicht nur in Bezug auf Aggressionen. Es gibt auch ängstliche Hunde, die ebensolche Herrchen haben und dieses Verhalten offensichtlich von diesen übernommen haben. Wenn jemand unsicher ist, bleibt das dem Hund auch nicht verborgen. Tiere haben oft ein feines Gespür für solche Situationen.
Gegen den Mann wirst du erst einmal nicht viel unternehmen können. Falls er dich wieder beleidigt, könntest du etwas tun. Ansonsten könntest du aber vielleicht diese Vorfälle mit den Hunden melden. So etwas ist in einem Haus oder einer Wohnanlage, wo weitere Leute leben, nicht tragbar. Es gibt sicher auch Leute, die Angst vor diesen Hunden haben. Vielleicht kann man erreichen, dass die Hunde von diesem schlechten Herrchen wegkommen und bei jemandem leben können, der sie erzieht und nicht seine Aggressionen auf sie überträgt.
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:: Cologneboy2009
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