Gert Anhalt ist vielleicht einigen Lesern als Japankorrespondent bekannt, so dass es nicht verwundert, dass sein Kriminalroman im Land der Aufgehendensonne spielt, oder zumindestens seine Protagonisten aus selbigem stammen. Der Autor Anhalt lässt in seinen Krimi seine Beobachtungen bezüglich der doch erheblich anderen Denkweise der Japaner einfließen, so spielen Gesichtsverlusst und Hirachiedenken eine große Rolle. Aber auch politische Seitenhiebe, auch wenn sie eine längst vergangene Ära betreffen, lässt Anhalt nicht aus. Tote mögen keine Sushi ist im Knaur Verlag erschienen unter der ISBN Nr. 3426621363 und kostet 8,95 Euro.
Kommen wir jedoch zum Inhalt: In Tote mögen keine Sushi begleiten wir, den Privatdedektiven Hamada Kenji in einem Fall. Wobei Privatdedektiv in Japan schon ein Paradoxum an sich ist, da es in Japan ja bekanntlich kein Privatleben gibt. Hamada Kenji soll in einem Entführungsfall ermitteln und die Spur führ in nach Deutschland. Jedoch, wie in fast allen Krimis entpuppen sich Verbündete als Feinde und vermeindliche Feinde als nützliche Informanten. Hamada Kenji hat mit dem deutschen Rechsverkehr zu kämpfen und erwacht eines Morgens mit einem blutigen Schwert und einem Kopf eines Toten neben sich auf einem Feld in der Nähe Frankfurts. Ist Hamada Kenji ein kaltblütiger Mörder? So will es jedenfalls die deutsche und japanische Presse hinstellen. Was und wer kann ihm jetzt noch helfen? Eigentlich sollte die Lösung des Falls nach seiner einleuchtenden Theorie ganz einfach sein: 1. es wurde ein Verbrechen verübt 2. man sucht den Täter und schließlich 3. man hat den Fall gelöst.
Tote mögen keine Sushi ist ein unterhaltsam geschriebener Roman. Nicht immer sehr flüssig, aber wegen der Einblicke in die japanische Welt, die Gert Anhalt dem Leser liefert dabei doch auch noch informativ.
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:: akasakura
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