Da in der Vergangenheit die betriebliche Altersvorsorge mit Steuervorteilen und Sozialabgabenfreiheit stark gefördert wurde boomt diese derzeit wie kein anderes Modell als Zusatz zur gesetzlichen Rentenversicherung. Allein 2006 wurden über 1,1 Millionen Neuverträge abgeschlossen, was ein Plus von über 14 5 gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Vor allem Direktversicherungen sind gefragt. Bislang, nach BMAS Angaben, hatten allein rund 16 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer (10,35 Mio Privatwirtschaft / 5,37 Mio Öffentlicher Dienst) einen Anspruch auf eine Form der betrieblichen Altersvorsorge.
Vor allem durch die von staatlicher Seite entgegengebrachten finanziellen Vorteile ist der Boom bei der betrieblichen Altersvorsorge zu erklären, da durch die Entgeltumwandlung auch Arbeitnehmer unbesteuert ein Versorgungsvermögen für`s Alter schaffen können, bis Ende 2008 ist dieses sogar sozialabgabenfrei. Die Sozialabgabenfreiheit von Beiträgen zur Firmenrente soll erst 2009 laut Planungen des Gesetzgebers abgeschafft werden
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Bei der Firmenrente oder betrieblichen Altersvorsorge ist jedoch ein Fakt, der gerne unter den Tisch fällt, zu Bedenken, auch wenn sie momentan durch die Sozialabgabenfreiheit sehr attraktiv für viele ist: Langfristig drohen Abstriche bei der gesetzlichen Rente, auch wenn diese nur sehr gering ausfallen werden. Trotzdem sollte man diesen Fakt im Hinterkopf behalten, auch wenn die gesetzliche Rente sowieso mehr und mehr, bzw. das Leistungsniveau, schrumpft.
Dies ist mit der Firmenrente rein rechnerisch sogar noch wahrscheinlicher, da durch die Entgeltumwandlung ein negativer Solidareffekt auftritt, da man sozusagen selber die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung einsparen kann, aber somit für Rentner und zukünftige Rentner (die keine betriebliche Altersvorsorge in Anspruch nehmen) aufgrund der sinkenden Einnahmen der staatlichen Rentenkasse der Versorgungsanspruch, also das Leistungsniveau, sinkt.
Das dies wenig erfreulich ist, wird vor allem durch den Fakt gestärkt, dass wir alle älter werden, vor allem die Jüngeren unter uns. Und selbst wer heute 60 Jahre alt ist, kann damit rechnen, mindestens noch (rein statistisch) 20 bis 24 Jahre zu leben, für die Jüngeren (ab 1980) ist ein Lebensalter von 85 – 95 Jahren sehr wahrscheinlich, wenn nicht sogar (regelmäßig) ein Lebensalter von über 100 Jahren.
Somit empfiehlt sich heute mehr denn je, privat ausreichend vorzusorgen, da die Beitragszahler langfristig immer mehr, das Kapital, dass diese aber eingezahlt haben, langfristig immer weniger wird. Wer also im Alter den jetzigen Lebensstandard halten will, sollte sich rechtzeitig über verschiedene Modelle der privaten Altersvorsorge absichern, denn besser wird es mit der gesetzlichen Rentenversicherung kaum werden.
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