| otsego hat folgendes geschrieben: |
Ich habe aus einigermaßen sicherer Quelle gehört, das man als Rente erstmal seine Jahrelang eingezahlten Beiträge verplempern muss bevor man dann die staatliche Rente bekommt. Also bekommt man seine eingezahlten Beiträge nicht als Bonus oben auf die staatliche Rente drauf. Man spart also monatlich sein ganzes Leben und hat nicht einmal was davon, da die Leute die nichts in eine Riesterrente reingezahlt haben auch ihre staatliche Rente bekommen(da jeder arbeitende Bürger Rentenabgaben hat).
Ist das so richtig oder habe ich da was falsches gehört?!
|
Jain - Ab einer gewissen Höhe kann die Riesterrente auf die "normale" gesetzliche Rente angerechnet werden, sprich: man erhält zwar immernoch die gesetzliche Rente, mindestens die Grundsicherung in Höhe von 627 Euro, aber u. U. vermindert.
 | :: Subbotnik :: Beiträge 9414:: 200.32 Talkpoints |
 |
Das Problem stellt sich vor allem für Geringverdiener. Zur Erläuterung muss man wissen: Liegt man unter der Grundsicherung von 627 Euro auch wenn man jahrelang eingezahlt hat wird diese normalerweise seitens des Staates aufgefüllt. Hat man jedoch die Riesterrente wird diese angerechnet. Liegt man über der Grundsicherung so profitiert man von der Riesterrente.
An einem Beispiel will ich das mal erklären:
1. Fall: Man bekommt 800 gesetzliche Rente und 120 Euro Riesterrente - hier würde man grob 920 Euro Rente bekommen, da gesetzliche Rente und Rieterrente zusammenkommen.
2. Fall: Man bekommt 520 Euro Rente und 120 Euro Riesterrente und liegt somit unter der Grunsicherung von 627 Euro - in diesem Fall würde die Riesterrente angerechnet werden - der Staat füllt also nicht die Rente automatisch auf sondern rechnet die Riesterrente an, heißt: Man würde 640 Euro Rente bekommen, 13 Euro mehr als normal.
3. Fall: Man würde 420 Euro gesetzliche Rente bekommen und hat 120 Euro Riesterrente: Hier würde die Riesterrente komplett angerechnet werden, also insgesamt 540 Euro. die restlichen 87 Euro würde der Staat zuschießen.
Man sieht: jeder der unter der Grundsicherung liegt macht im Grunde Verlust - Riester lohnt sich bis jetzt nur, wenn nicht nachgebessert wird durch die Regierung, wenn man mindestens die Grundsicherung durch seine gesetzlichen Rentenbeiträge erreich oder knapp darunter liegt.
| sibs hat folgendes geschrieben: |
|
was ist, wenn Du immer schön einzahlst und Dich auf die Zulage vom Staat freust. Leider kann es ja nun passieren, das man vor der Auszahlung schon stirbt. Mein Mann bekommt dann zwar das eingezahlte Geld wieder, aber ich habe gesagt bekommen, dass die Förderung vom Staat weg fällt. Die könnte er dann nur bekommen, wenn er auch ein Riesterrente hat und die können wir uns beim besten Willen nicht leisten, weil er schon anderweitig zusätzlich rentenversichert ist. Da ist es doch aber günstiger mein monatlich gespartes Geld woanders anzulegen und dafür höhrer Zinsen zu erhalten. Oder etwa nicht?
|
Es kann auch passieren dass man auch so vor dem Eintritt in die Rente stirbt, dann bekommt man auch nichts bzw. nur die Angehörigen einen eher geringen Teil, wenn überhaupt (falls diese beispielsweise über ein ausreichend hohes Einkommen verfügen). Ob andere Anlageformen besser sind kann allgemein nicht gesagt werden da hier auch die Versteuerung berücksichtigt werden muss. Hier kommt es auf die jeweilige Anlage an.
|
| |
 |
:: Subbotnik
:: Beiträge 9414:: 200.32 Talkpoints ::  |
|
|
|
|
| |
| |
| |
|