„Blue Velvet”:
Der Protagonist in „Blue Velvet“, Jeffrey Beaumont, entdeckt hinter der Kleinstadtidylle seiner Heimatstadt eine dunkle Welt voller Gewalt. Auffällig sind hier die verschiedenen Frauenbilder, die im völligen Kontrast zueinander um den Helden buhlen: zum einen die unschuldige Sandy Williams, die durch den Studenten aus ihrem Alltagstrott entfliehen kann, zum anderen die Sängerin Dorothy Vallens, die auf Hilfe vor dem Verbrecher Frank Booth hofft, der sie mit ihrem entführten Mann und Sohn erpresst.
„Lost Highway”:
Fred Madison aus „Lost Highway“ steht nicht nur zwischen zwei Frauen, sondern auch zwischen zwei Identitäten. Der Musiker ermordet seine Frau und wird zum Tode verurteilt. Während er sich in der Todeszelle befindet, verwandelt er sich in den Automechaniker Pete Dayton. Die völlige Zersplitterung der Identität steht im Mittelpunkt. Es existiert wieder der Kontrast zwischen blond und schwarzhaarig mit dem Unterschied, dass es ein und dieselbe Frau ist, die sich verändert. Der Zuschauer bewegt sich auf verschiedenen Ebenen; Traum und Wirklichkeit sind nicht zu unterscheiden und die Zeit verläuft in einem immer wiederholenden Möbius-Band.
„Mulholland Drive”:
Zuletzt möchte ich noch „Mulholland Drive“ aufführen. Irene findet sich eines Nachts auf dem bekannten Mulholland Drive in Los Angeles wieder. Sie leidet unter Amnesie, findet aber Unterschlupf bei Betty, die erst kürzlich in die Stadt gekommen ist um dort ihre vielversprechende Schauspielkarriere zu beginnen.
Was als relativ simpel gestrickter Amnesie-Thriller beginnt, entwickelt sich wiederum zu einer Wunschvorstellung Bettys, die mehr und mehr zu einem Alptraum wird.
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:: dr.schmerz
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