In Potsdam findet momentan ein Klima-Symposium von Nobelpreisträgern statt, bei dem auch Kanzlerin Merkel eine Ansprache hielt.
Sie forderte dabei unter anderem, konstruktiv über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls zu verhandeln und Lösungen zu erarbeiten, wie man weltweit den Pro-Kopf-Ausstoss in Zukunft auf zwei Tonnen pro Kopf jährlich begrenzen könne.
Diese Ziele setzte sie für die kommende Uno-Klimakonferenz in Bali voraus.
Auch die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai meldete sich zu Wort und warf den Industrieländern vor, den Klimaverwandel verursacht zu haben, unter dem die südlichen Länder nun zu leiden hätten. Sie forderte deswegen, zum Beispiel die afrikanischen Länder aktiv miteinzubinden und ihnen klimafreundliche Technologien zu fairen Preisen bereitzustellen.
Ziel dieses Symposiums ist das "Potsdam-Memorandum", welches bei der Uno-Klimakonferenz eine Grundlage darstellen sollen.
Außerdem melden sich auch kritische Stimmen - ein dänischer Forscher hat Studien vorgelegt, die zeigen, dass bei einer globalen Erwärmung zwar mehr Menschen als momentan durch Hitze sterben würden, eine bedeutend größere Anzahl aber vom Kältetod verschont bliebe. Seiner Ansicht nach ist es viel günstiger, Geld in Dämme, Aidsbekämpfung und andere dringliche Probleme zu investieren, anstatt die Energie hauptsächlich auf den Klimawandel zu fixieren, um diesen dann nur geringfügig abschwächen zu können.
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:: Saturn1985
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