Wer hätte es gedacht: Die internationale Finanzkrise, ausgelöst durch die Krise auf dem US Immobilienmarkt, in Verbindung mit den stetig steigenden Preisen schlägt den Deutschen mehr und mehr auf die Stimmung und insbesondere auf das Elixier der deutschen Wirtschaft: Die Kauflust und Kauflaune der Deutschen – denn diese ist spürbar eingebrochen.
Denn der starke Euro, die stete Unsicherheit auf den Finanzmärkten, die steigenden Lebensmittel- und Energiepreise sowie der Abschwung der Konjunktur in den USA lassen bei vielen das Geld fester in der Tasche sitzen. Viele rechnen bereits jetzt damit, dass bei den Krisen und bei der Teuerung noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wirtschaftsinstitute schätzen, dass dieses Jahr daher die Konsumsteigerung von 1 % auf 0,6 % zurückkorrigiert werden muss, nachdem man nach den Einkommenssteigerungen und der Entspannung auf dem Arbeitsmarkt schon fast euphorisch wurde. Doch laut den Instituten reagieren die deutschen Verbraucher traditionell sensibel auf Inflationsgefahren – die Inflation der 20er verbunden mit der Massenverelendung und dem sozialen Abstieg ist immer noch ein Schreckgespenst in den Köpfen vieler Deutscher, auch wenn diese fast ein Jahrhundert zurückliegt.
Die Industrie verteidigte indes die Preisanstiege weiterhin im Lebensmittelsektor, man habe keine andere Möglichkeit anders auf die steigenden Rohstoffpreise zu reagieren. Das bestätigt sogar der Bundesverband der Verbraucherzentralen, der vzbv, da es „in den letzten 20 Jahren eine dramatische Abwärtsspirale bei den Lebensmittelpreisen wegen der Discounter" gab, so Christian Fronczak vom vzbv. Deutschland habe europaweit immer noch die mit niedrigsten Lebensmittelpreise, nur in Griechenland, den Niederlanden, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien zahlen Verbraucher im Verhältnis noch weniger!
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