Ein Blick auf die Gehaltsabrechnung – ach, welch herrlicher Bruttolohn. Dann wandert der Blick tiefer, zum Nettolohn.
Was, so viel muss ich abgeben? Wieso? Und was für Abgaben sind das denn überhaupt??
Zunächst mal wird die so genannte Lohnsteuer abgezogen. Die Höhe der Lohnsteuer macht sich an der Lohnsteuerklasse (von denen es 6 Stück gibt) und der Höhe des Bruttolohnes fest. Das heißt, ist der Lohn niedriger, wird auch weniger Lohnsteuer abgezogen, ist er höher, wird mehr Lohnsteuer abgezogen.
Als nächstes kommt die Kirchensteuer (Ausnahme: man ist aus der Kirche ausgetreten). Die Höhe der zu zahlenden Kirchensteuer hängt wiederum von der Höhe der Lohnsteuer und vom Kirchensteuerhebesatz (unterschiedlich je nach Bundesland) ab.
Weiterhin zu zahlen: der so genannte Solidaritätszuschlag. Er beträgt (derzeit) 5,5 % der Lohnsteuer.
Einen großen Batzen machen die Sozialabgaben aus, die Hälfte davon bezahlt jeweils der Arbeitgeber, sie gestalten sich wie folgt, wobei sie sich prozentual am Bruttogehalt festmachen:
- Beiträge zur Rentenversicherung (Beitrag derzeit 19,9 %), d.h., dass der Arbeitnehmer zur Zeit ca. 10 % seines Bruttolohns in die Rentenkasse einzahlt.
- Krankenversicherung – auch hier zahlt der Arbeitgeber die Hälfte, die Beiträge liegen je nach Kasse zwischen 12 und 15 % des Bruttolohns.
- Arbeitslosenversicherung – auch hier zahlt der Arbeitgeber die Hälfte, derzeit beträgt der Beitrag bei 4,2 %.
- Pflegeversicherung: derzeit 1,7 % des Bruttolohnes, Arbeitgeber zahlt die Hälfte
Möglichkeiten, einen höheren Nettolohn letztendlich zu erhalten:
- Steuerspar-Modelle (zum Bsp. VL, private Pflegeversicherung)
- Rückerstattung von Teilbeträgen durch Freibeträge oder Sonderausgaben
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:: vonZitzebitz
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