Nicht nur im Dienstleistungssektor und in fast allen gibt es einen nach wie vor bestehenden Gehaltsunterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, sondern auch im Gesundheitsbereich und bei den Ärzten - Frank Ulrich Montgomery, der Vorsitzende des Marburger Bundes forderte jetzt eine Angleichung der Gehälter der Kollegen im Osten an das Niveau der Kollegen im Westen. "In den neuen Ländern muss das medizinische Personal mehr arbeiten und wird dafür noch schlechter bezahlt", so Montgomery gegenüber der "Freien Presse". Durch diese vorherrschende Benachteiligung würde der Ärztemangel in Ostdeutschland eher verstärkt als verringert – wenn man hier etwas ändern will, müssen die Finanzminister in den neuen Bundesländern endlich umdenken umd de Abwanderung der Ärzte zu stoppen.
Zudem beeinflusst die schlechte Bezahlung der Ärzte in Ostdeutschland die Versorgung der Patienten eben durch die Abwanderung oder aufgrund der nicht vorhandenen Rentabilität negativ. So würden Patienten in Ostdeutschland deutlich länger auf eine Behandlung warten müssen und die ärztliche Betreuung sei insgesamt als schlecht einzustufen, da „Übermüdete Ärzte eher Fehler [machen] als ausgeruhte Mediziner", so Montgomery weiter. Über den Rücktritt von Sachsens bisherigen Finanzminister Horst Metz (CDU) äußerte er sich jedoch positiv, da dieser in seinen Augen dafür verantwortlich sei, „dass an den ostdeutschen Kliniken die Schere zwischen Ost und West bei der Bezahlung immer weiter aufgegangen ist“.
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