Es gibt ja immer merkwürdigere Extremsportarten: mit dem Bobbycar die Straße hinunter, liegend auf Boards oder Rasensnowboard. Im Hunsrück wurde jetzt das 3. Internationale Mülltonnenrennen ausgetragen.
Dabei rasen Männer und Frauen, diesmal insgesamt 52 „Piloten“, mit einer Mülltonne eine Strecke hinunter, geschützt mit Helmen, Knieschonern und Armprotektoren. Beim Start wird kurz Anlauf genommen um sich danach auf die Tonne zu werfen, den Deckelrahmen zu umfassen und auf den Hinterrädern der Tonne eine 350 Meter lange Piste herabzusausen – nach 30 – 40 Sekunden ist der Spaß meist schon vorbei. Dabei ist das ganze schwieriger als es klingt, da man während der Zeit die Tonne gut in den Kurven halten und gleichzeitig gekonnt ausbalancieren muss. Laut Meinung vieler Teilnehmer sei der Mülltonnensport eng mit der olympischen Sportart Skeleton verwandt, da sich Körperhaltung und Sicht stark ähneln – die ganze Idee kam damals einigen Skeletonfahrern beim „Rock am Ring“, als sie sich zum ersten Mal in dieser neuen Sportart versuchten.
Zugelassen sind übrigens nur unpräparierte, handelsübliche Mülltonnen aus Kunststoff mit zwei Rädern – um dies sicherzustellen gibt es sogar eine technische Abnahme des Sportgerätes vor dem Start jedes Teilnehmers.
Dieses Jahr trug den Sieg übrigens der eigentlich aus dem Bobsport stammende Daniel Hoch-Kraft aus Engelstadt davon, der nach nur 33 Sekunden über die Zielgerade schoss.
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