vom 08.04.2009
Talkteria: Blauer Brief/Aprilwarnung
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Blauer Brief/Aprilwarnung

Forum: Schule, Ausbildung & Studium

    
Hallo,
Kann mir jemand sagen, wann die Blauen Briefe/Aprilwarnungen verschickt werden oder ob sie schon verschickt werden? Habe gehört, dass man dieses Jahr schon bei einer 4- eine Warnung bekommt und das in dieser Warnung alles was 4 oder schlechter ist drin steht, stimmt das?

Kann mich irgendwer aufklären wie diese Warnungen aufgebaut sind, was da alles drin steht und ab welchen Noten man so eine bekommt und ob man auch eine bekommt wenn man im Halbjahreszeugnis schon eine 4- hatte. Habe wirklich keine Ahnung davon und ich fürchte, dass das jetzt bald anstehen wird.
  
:: mile :: Beiträge 149:: 0.01 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Normalerweise bekommt der Schüler die direkt von seinem Lehrer beziehungsweise seinem Kursleiter, wenn eine mangelhafte Note zu erwarten ist, das heisst auf bei einer 4- beziehungweise 4 Punkten. Wenn du keine von ihm bekommen bedeutet das entweder, das er es bei dir nicht für notwendig gehalten hat, oder sich doch per Post zugestellt wird.

In der sogennanten "Förderempfehlung" steht dann:

1. Welches Fach betroffen ist (Für jedes Fach gibt es eine Fördereempfehlung)
2. Was das genaue Problem des Schülers ist (zum Beispiel zu schlechte mündliche oder schriftliche Leistung)
3. Die zu erwartende Note wenn sich nichts ändert
4. Die Lösungsvorschläge (Nachhilfe, Extraaufgaben des Lehrers/Kursleiters etc.)

Deine Eltern müssen diese Fördereempfehlung dann unterschreiben und dem Lehrer zurückgeben.
  
:: vivakoepi :: Beiträge 110:: 52.74 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Danke ersteinmal für deine schnelle Antwort.

Heißt das man bekommt für jedes Fach einzeln, in dem man 4- oder schlechter ist, eine Aprilwarnung? Bekommt man auch eine Aprilwarnung, wenn man im Halbjahreszeugnis in diesem Fach eine 4- hatte? Naja ich hoffe ich hatte glück und die Aprilwarnungen sind nochmal an mir vorrübergegangen.
  
:: mile :: Beiträge 149:: 0.01 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Hallo mile,

ich habe vor gut zehn Jahren mal einen sogenannten "blauen Brief" bekommen. In dem standen alle Fächer drin, in dem ich bei gleichbleibend schlechter Leistungen (ging nahezu Leistungsverweigerung) eine 5 bekommen sollte. Außerdem wurde bei einer Zwischenbesprechung vor dem Zeugnis eine nicht schriftllich angemahnte 5 angesprochen.

Ob die Briefe noch immer so aufgebaut sind, weiß ich nicht sicher, aber ich kann mir vorstellen, dass sich da nichts oder kaum etwas geändert hat. Und wenn, dann wohl, dass nicht nur 5er angemahnt werden, sondern vielleicht schon früher. Ich fände das jedenfalls nicht schlecht, wenn nicht erst die 5 schriftlich mitgeteilt würde.

LG P-P
  
P-P :: P-P :: Beiträge 1941:: 128.27 Talkpoints :: Auszeichnung für 1000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Das finde ich auch, denn wenn man so einen Brief nach Hause geschickt bekommt, möchte man die Eltern vielleicht vorher warnen um unnötigen Ärger zu vermeiden. Nur das Problem ist, dass wenn man es nicht genau weiß ob man so ein Schreibsel bekommt, auch nicht unbedingt den Eltern sagen möchte, dass man vielleicht einen blauen Brief bekommt und dann vielleicht ganz umsonst für schlechte Stimmung gesorgt hat, gerade in den Ferien.
  
:: mile :: Beiträge 149:: 0.01 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Also mal ehrlich, so ein Blauer Brief ist ja keine Überraschung und da gibt es nichts zu warnen. Wenn man das Jahr über seine Klassenarbeiten begutachtet, diese den Eltern zeigt, dann wissen die auch, wie es um die Noten gestellt ist. Der Brief ist dann nur eine schriftliche Bestätigung für die durchgängig miesen Leistungen im Schuljahr.

Außerdem gibt es dafür auch den Elternsprechtag, an dem sich die Eltern gewisse Informationen einholen können, wenn sie denn Interesse am schulischen Leben der/des Kinder/s zeigen. Daher ist auch hier der Blaue Brief reine Information. Und ich frage mich, warum man immer erst dann reagiert, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Das Schuljahr bietet sehr viele Gelegenheiten, um seine Leistungen zu verbessern und um eben diese Briefe zu vermeiden.

Ich meinte mit meinem Beitrag, dass man vielleicht schon ab der Note 4 den Eltern schriftliche Benachrichtungen schicken sollte. Denn eine 5 ist schon sehr weit unten und da ist es oft sehr schwierig, diese Note abzuwenden, gerade wenn es sich um mehrere 5er handelt.

LG P-P
  
P-P :: P-P :: Beiträge 1941:: 128.27 Talkpoints :: Auszeichnung für 1000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Bei uns ist es so, dass man einen blauen Brief per Post nach Hause zugeschickt bekommt, wenn der Schüler/die Schülerin gerade mal auf einer vier steht. Sie wird deshalb nach Hause geschickt, damit sie auch wirklich von den Eltern zu Gesicht bekommt.

Außerdem bekommt man keinen zweiten blauen Brief, wenn man zum Beispiel im ersten Halbjahr in einem Fach 4- stand und im zweiten Halbjahr immer noch.

In dem blauen Brief steht, dass der Schüler/die Schülerin in diesem Fach gefährdet ist und möglicherweise Förderhilfen braucht. Am Ende des Briefes müssen die Eltern unterschreiben, die der Schüler/die Schülerin dem Fachlehrer vorzeigt. Wenn man in mehreren Fächern schlechtere Leistungen hat, dann bekommt man auch mehrere blauen Briefe.
  
:: GuiTeddy :: Beiträge 150:: -0.20 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Ich habe in der 7. Klasse auf dem Gymnasium einen blauen Brief mit der Post bekommen, wegen einer 5 in Mathematik. Allerdings hätte man auch bei einer 4- einen bekommen. Das war damals schon so, im Jahr 1999. Es scheint aber auch bei jedem Bundesland anders zu sein, wie das gehabthabt wird. Eventuell ist es sogar bei jeder einzelnen Schule anders.

In meinem blauen Brief stand bloß tabellenhaft das Fach, in dem ich ungenügende Leistungen erbracht hätte, wenn es mehrere gewesen wären, wären sie untereinander aufgelistet gewesen, und die vorraussichtliche Zeugniszensur, falls sich nichts bessern würde. Die blauen Briefe kamen bei uns etwa einen oder zwei Monate vor den jeweiligen Zeugnissen. Besondere Informationen standen sonst eigentlich nicht drin. Es wurde auch nicht in mündliche und schriftliche Leistungen unterteilt. Allgemein war das Schreiben eben nur tabellarisch und wenig detailliert. Abgesendet wurde der Brief durch den Rektor der Schule, und unten standen auch seine Unterschrift und die meiner Klassenlehrerin. Ansonsten stand da gar nichts. Das Schreiben musste dann aber von mindestens einem Elternteil unterschrieben und so wieder beim Klassenlehrer abgegeben werden, als Beweis, dass die Eltern die Informationen erhalten haben. Aber auch das mag bei jeder Schule anders aussehen.
  
Wawa666 :: Wawa666 :: Beiträge 4528:: 530.21 Talkpoints :: Auszeichnung für 4000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
   
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