Aufgrund der stetig steigenden Strompreise sprach sich jetzt der Bundesverband der Verbraucherzentralen für einen großflächigen Stromanbieterwechsel aus und kündigte gleichzeitig eine Kampagne, zusammen mit dem Mieterbund, an, die mehr als 500.000 Haushalte zum Wechsel bewegen sollen. Man könne sich hier nicht mehr auf die Politik und eine Lösung verlassen. Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) sprach natürlich davon, daß die Verbraucher sehr wohl schon vom Wettbewerb im Strommarkt Gebrauch machen würden – aber wohl eher vom „Wettbewerb“ der großen 4 untereinander, den es so kaum gibt.
Laut dem VZBV könnten Stromkunden jetzt schon über 200 € im Jahr durch einen Wechsel der Anbieter sparen und damit einen stärkeren Wettbewerb erzwingen. Der vzbv machte vor allem den bisher schwachen Wettbewerb als Hauptgrund dafür verantwortlich, daß die Strompreise seit 2000 um mehr als 50 % anstiegen. Hier herrscht einfach ein ungebrochenes Oligopol der 4 größten Anbieter vor. Dabei herrscht jetzt schon ein gigantisches Einsparpotenzial vor: Falls alle 40 Millionen Stromkunden in Deutschland z. B. wechseln würde, käme das einer Einsparung von über 2 Milliarden € gleich – der Wechsel lohne sich eigentlich immer, selbst Ökostrom ist oft noch billiger als der Strom von den größten Anbietern. Jedoch möchte der vzbv und der Mieterbung nicht nur für den Wechsel, sondern auch für`s Energiesparen werben.
Der vom VDEW verkündete Wechsel der Verbraucher und der sogenannte Wettbewerb dadurch steht auf recht tönernen Füßen. Zwar wechselten sehr viele Kunden ihren Tarif (knapp 31%), jedoch von diesem Anteil nur 6 % den Anbieter.
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