vom 29.09.2008
Talkteria: So viele dicke Leute!
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So viele dicke Leute!

Forum: Ernährung & Diät

    
Ich habe lange Zeit in Deutschland verbracht als ich wieder nach Österreich kam, ist mir aufgefallen, wie viele Menschen hier übergewichtig sind. Nicht nur pummelig, sondern richtig übergewichtig. In Deutschland sieht man auf den Straßen, dass fast 70% der Leute mehr oder minder schlank sind. Ich mit meiner Figur war schon etwas dick.

In Österreich bin ich im Vergleich zu anderen Leuten auf der Straße sogar eher auf der schlanken Seite! Es ist natürlich nett, ausnahmsweise mal auf der schlanken Seite der Bevölkerung zu stehen, aber es sagt nichts besonders gutes über die besagte Bevölkerung.

Ich weiß selbst, dass ich nicht schlank bin, und es hilft meiner Motivation überhaupt nicht, wenn andere noch dicker sind, als ich. Ich habe inzwischen Angst, dass ich vielleicht noch mehr zunehme.
  
:: Forennutzer :: Beiträge 9:: 11.73 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Die Leute achten im Zuge der Globalisierung nicht mehr auf ihre Ernährung. Durch die Globalisierung sind wir in der Lage Fleisch so billig zu kaufen (Massenhaltung). Dadurch steigt auch die Anzahl an Fast-Food-Ketten.

Außerdem habe ich bemerkt, dass einige Leute fauler geworden sind - hocken den ganzen Tag vorm PC und treiben kein Sport (besonders bei der Jugend in meinem Umfeld). Ich frage mich wie das noch weitergeht - ich hoffe Europa endet nicht so wie die USA.
  
:: mrblackwhite :: Beiträge 72:: 28.84 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Sehr geehrter mrblackwhite,

ich frage mich gerade ernsthaft, was "Globalisierung" mit "fett werden" zu tun hat! Durch den Verzehr von tierischen Eiweißen alleine wird man nicht dick. Es sind doch die Lipide und Kohlenhydrate (im Schwerpunkt die Saccharose), die einer "Überdosis" von Kalorien und somit zur Gewichtszunahme führen. Es ist also nicht die Massenhaltung, sondern vielmehr die einseitige und ungesunde Ernährung in einem viel zu großen und unnötigen Umfang.

Ein weiterer Faktor, und da stimme ich dir in gewisser Weise zu, ist das Fast-food. Schnell zubereitet, schnell verzehrt, wenig nährstoffreich, dafür aber umso fettiger.

Den Grund für die Expansion der Fast-food-Ketten sehe ich allerdings eher in der zunehmenden Faulheit, sich das Essen selber zu kochen und der "Ich-habe-doch-keine-Zeit-" oder der "Ich-habe-doch-kein-Geld-für-gutes-Essen"-Mentalität der Bevölkerung. Hinzu kommt der schnell voran schreitende "Wertverlust" von guter und gesunder Nahrung.

Und last but not least, ist wohl die Trägheit der Leute was körperliche Betätigung angeht, ein nicht zu unterschätzender Grund für Adipositas. Auch bei kurzen Distanzen wird das Auto benutzt, Sport spielt bei vielen Menschen eine untergeordnete, wenn nicht sogar überhaupt keine Bedeutung.

Hier wiederum halte ich aber auch das Schulsystem bzw. das Curriculum der einzelnen Bundesländer für nicht unschuldig: Wenn nur 2 Unterrichtsstunden pro Woche (also 90 Minuten) inklusive Anfahrt (in manchen Schulen), 2x Umziehen und Rückfahrt für Sport genutzt werden und sich dieser Mangel bis in die Oberstufe durchzieht, dann ist es nicht verwunderlich, dass 19jährige Mädchen und Jungen nicht mehr in der Lage sind, 1000m am Stück zu laufen, ohne dass man ein Sauerstoffzelt am Ziel aufstellen muss.

Und was die Aktivitäten in der Freizeit angeht, stimme ich dir zu: PC und TV tragen nicht gerade zur Bekämpfung von Fettpölsterchen und -polstern bei.

So, das musste jetzt mal gesagt werden! Da stimmst du mir doch zu, oder?

Gruß
  
:: Stahlarm :: Beiträge 12:: 8.72 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es in Österreich schlimmer aussieht wie in Deutschland. Vielleicht war das auch einfach nur Zufall.

Ansonsten ist natürlich die Übergewichtigkeit schon ein massives Problem der Industrialisierung. Man muss sich einfach nicht mehr so viel bewegen, dafür bekommt man immer fettigeres und zuckerreiches zu essen. Gerade der Zucker ist meiner Meinung nach das größere Problem. Man kann locker mal einen Liter Cola wegtrinken und hat schon ein Fünftel seines Tagesbedarfes gedeckt, ohne auch nur ein bisschen satt zu werden.

Fast-Food ist natürlich auch so ein Problem. Ich glaube, dass das Essen schon etwas so ausgelegt wird, dass man davon nicht richtig satt wird. So essen die Leute mehr, das bedeutet natürlich mehr Umsatz. Aber auch mehr Kalorien für die Kunden. Trotzdem würde ich Fast-Food nicht als alleiniger Übeltäter sehen. Da spielen einfach zu viele andere Faktoren mit.
  
:: Weasel_ :: Beiträge 1672:: 1.43 Talkpoints :: Auszeichnung für 1000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
   
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