Im Sommer machen wir es eigentlich auch regelmäßig so, dass wir uns zu einem kleinen Grüppchen zusammentun und dann Tagesausflüge mit dem Zug unternehmen; dabei halt das NRW-Ticket nutzen, mit dem fünf Leute für ~30€ den ganzen Tag den Nahverkehr nutzen können.
Ich gehe prinzipiell sehr gerne in den Zoo und such mir dann immer einige Leute, die an entsprechenden Ausflügen Interesse haben.
Allwetterzoo Münster
Der nächstgelegene Zoo ist der Allwetterzoo in Münster, aber ganz so „Allwetter“ wie sein Name ist der meiner Meinung nach nicht wirklich: der "Gutwetterweg" ist ganz normal an den Außengehegen vorbei und der „Schlechtwetterweg“ verbindet im Prinzip komplett überdacht die Tierhäuser. Vom Prinzip her ist das nicht schlecht, allerdings scheren sich die Tiere oft weniger ums schlechte Wetter als die Menschen, d.h. da kommt es dann oft vor, dass sich die Tiere durchaus noch im Außengehege befinden, während man innen durchwandert, so dass man dort nichts sieht.
Toll ist natürlich das begehbare Freigehege der Affen und das Münsterland ist eine Pferderegion; Nachbarstadt von Münster ist Warendorf (Sitz des Landesgestüts und des Nationalen Olympischen Komitees für Reiterei): so gibt es im Münsteraner Zoo das „Hippomaxx“, eine Art Museum rund ums Pferd.
Das ist auch für nicht so sehr pferdebegeisterte Männer interessant, wie ich letztens feststellen musste, da es auch einen großen Bereich gibt, in dem einfach nur Werbekampagnen mit Pferden ausgestellt sind oder Firmen mit Pferden im Logo, teils mit Produktpalette, will heißen: da steht auch ein Oldtimer der Marke Ferrari rum und einen Mustang (also das Auto!) gabs da zuletzt auch.
Das Delfinarium in Münster kann man allerdings vergessen; das ist ein sehr tristes Schwimmbad, klein und überhaupt nicht schön aufgemacht.
Insgesamt empfehle ich den Allwetterzoo in Münster also nur bei gutem Wetter und wems um die Delfine geht, sollte lieber nach Duisburg fahren!
Der Eintritt in Münster ist zudem sehr teuer; da zahlt man als Erwachsener 12,50€ (abgesehen von den nochmal 2€ kostenden Parkgebühren all inclusive; also man kann den Delfinariumbesuch nicht günstiger ausschließen) und Familienkarte scheint es da auch gar nicht zu geben.
Zoo Duisburg
Den Zoo in Duisburg finde ich auch superschön, grad wegen der zentralen und doch idyllischen Lage, die ihn eher parkähnlich macht.
Den würde ich aber auch eher in Frühling oder Sommer empfehlen; ich war einmal im Herbst da und da erschien er mir aufgrund der kahleren und noch kahler werdenden Bäume doch sehr trist.
Das Delfinarium ist dort im Gegensatz zu dem Münsteraner sehr schön gestaltet, auch größer.
Preislich ist es auch recht heftig: da kostet der Eintritt für einen Erwachsenen 14,50€; allerdings kann man das Delfinarium auch ausschließen und zahlt nur noch 11€.
Zudem gibt es Familienkarten, zum Beispiel „2 Erwachsene und max. 3 Kinder oder Schüler bis 17 Jahre (bei eigenen Kindern mit Nachweis auch mehr)“: als Kombikarte kostet diese 32€; ohne Delfinarium 23,50€. Inwiefern die Ermäßigung bei eigenen Kindern „mehr“ ist, weiß ich nicht.
Außerdem gibt es auch Rabatte für Schüler, Azubis, Studenten, Arbeitslose, Rentner, Sozialhilfeempfänger; die es in Münster so wohl auch gar nicht gibt.
Wer mit dem Auto fährt, hat sowohl in Münster als auch in Duisburg keine Probleme, weil es bei Beiden sehr große Parkplätze gibt.
Zoo Osnabrück
Der Zoo in Osnabrück ist als „Waldzoo“ ausgerichtet; liegt also auch inmitten eines großen und dichten Baumbestandes.
Parkplatztechnisch ist er aber schon ein wenig blöder: an schönen Tagen sollte man es besser erst gar nicht versuchen, auf dem Zoo-Parkplatz einen Stellplatz zu finden, sondern besser gleich etwas ausweichen und dann lieber direkt zwei, drei Straßen weiter parken und die paar Meter laufen.
Ich war da zuletzt an einem sonnigen Tag Mitte Oktober und wir waren mit dem Privat-PKW dort und es war katastrophal; der Parkplatz ist auch recht eng und wenig übersichtlich.
Preislich entspricht der Zoo dem Duisburger Zoo ohne Delfinarium und auch sonst würde ich die Beiden ähnlich einstufen.
Zoo Köln
Parktechnisch kann ich zum Kölner Zoo nichts sagen; dorthin bin ich noch nie mit dem Auto gefahren und ich hab da auch noch nie Parkplätze gesehen; mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist er aber problemlos zu erreichen.
Preislich liegt der wieder höher, spezifische Familienkarten gibt es aber nicht, wobei hier zwischen Kindern von 4-14 Jahren (unter 4 ist der Eintritt frei) und auch Schüler/Studenten/Azubis unterschieden wird.
Zudem ist montags, sofern da nicht grad ein Feiertag ist, der Eintritt einige € günstiger. Familien sollten sich von daher überlegen, ob sie vielleicht innerhalb der Ferien montags in den Zoo gehen; dann sollte man aber schon sehr zeitig dort aufkreuzen, weil an den „schönen Ausflugstagen“ sind die Schlangen ab Öffnung sehr lang, so dass man dann auch schon mal eine halbe Stunde an der Kasse wartet.
Von der Gestaltung her ist der Kölner Zoo 1a; grad auch schon das erwähnte große Elefantengehege: dem Gegenüber befindet sich übrigens ein großer Spielplatz und auch eine kleine Fressbude, so dass man dort auch prima mal Pause machen kann.
Das Elefantenhaus ist zudem ziemlich am Ende vom Zoo und pausentechnisch so „auf halbem Wege“ also eh ideal gelegen.
Safaripark Schloß Holte-Stukenbrock
Der Safaripark Schloß Holte-Stukenbrock darf sich zwischenzeitlich auch „Zoo“ nennen, hat aber eh nur in den wärmeren Monaten offen und hier liegt das Augenmark natürlich auf den weißen Löwen und Tigern, die dort auch gezüchtet werden, und eben diesen Wildtieren im Freigehege, das man auch mit dem eigenen Auto durchfahren kann.
Es gibt übrigens auch einen Safariparkzug, mit dem man dieses durchqueren kann: der kostet zwar extra, aber ich würde durchaus da rein investieren, zumindest wenn der Fahrer auch gerne etwas von den Tieren sehen möchte. Denn gleichzeitig Auto fahren und die neben der Straße sitzenden Löwen beobachten ist ein bisschen mühselig.
Da es sich dort eben um einen Safaripark handelt (übrigens: privat anfahren; öffentlich ist das sehr mühselig!), gibt es auch nicht das Riesenangebot an Tieren.
Es ist wirklich auf diesen Wildtierbereich (Tiger, Löwen, Elefanten, Giraffen..) konzentriert und von den Tierarten eben sehr afrikanisch: durchs Affengehege kann man übrigens auch mit einem Zug, der meines Wissens nach aber kostenlos ist, durchfahren; der ist zwar auch rundum vergittert, aber durch die Gitterstäbe hindurch ist es auch möglich, die Affen dort zu füttern.
Es gibt dort übrigens auch Delfinshows, aber dazu kann ich nichts sagen; die hab ich mir dort nicht angesehen ebenso wie einige andere „menschliche“ Shows (Cowboy/Indianer, Hollywood...), die dort auch regelmäßig aufgeführt werden.
Ansonsten ist innerhalb des Safariparks noch ein kleiner Freizeitpark vorhanden, aber für Größere ist der eher uninteressant, da die Fahrgeschäfte doch sehr auf die Kleineren ausgerichtet sind.
Preislich liegt der Safaripark voll im Segment der Freizeitparks; von daher würde ich ihn auch in erster Linie den Eltern empfehlen, die ohnehin mit kleineren Kindern einen Tagesausflug in einen Freizeitpark machen wollen, in dem die Kinder aufgrund zu geringer Größe nicht von vornherein bei den meisten Fahrgeschäften aussortiert werden.
Geburtstagskinder haben übrigens freien Eintritt.
Zoo Karlsruhe
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln problemlos zu erreichen: befindet sich quasi direkt gegenüber des Hauptbahnhofes. Mit dem Privat-PKW sieht man sich schnell mit der Parkproblematik konfrontiert: der Zoo hat keinen eigenen Parkplatz; in der Nähe befinden sich nur die kostenpflichtigen Parkhäuser des HBFs und des Kongresszentrums, die auch oft voll sind. Da sollte man auch besser schauen, ob man irgendwo in einer Seitenstraße parken kann, allerdings gibt es dort rundum nur wenig kleine Seitenstraßen, freie Parkplätze sind da sofort besetzt und in vielen Straßen ist das Parken auch nur den Anliegern gestattet.
Ansonsten liegt der Zoo im Stadtgarten und ist quasi auf der linken Hälfte mehr Stadtpark und auf der rechten Seite Zoo: eine absolut wunderschöne Anlage; richtig toll und absolut zu empfehlen!
Preislich ist dieser Zoo eh der absolute Sieger: Erwachsene zahlen dort 5,50€, Kinder sind bis 6 Jahren frei und zahlen nur 2,50€. Ansonsten beträgt der Eintritt für Schüler/Studenten/Zivis/Rentner... 4,50€.
Familienkarten gibt’s nicht: aber wer mit den eigenen Kindern da ist, zahlt nur für eines; alle Anderen sind frei.
Und dieser Zoo ist wirklich toll (also nix vonwegen: Der ist so billig, der kann ja nix sein!); übrigens auch der Einzige der von mir aufgeführten, in dem es noch Eisbären gibt und die sind in einer richtig schönen Anlage untergebracht.
Sehr familien- und vor Allem kinderfreundlich: dort gibt es auch extra einen speziellen Rundweg für Kinder; etwas kürzer als der Rundweg durch den ganzen Zoo, aber an allen „wichtigen“ Zootieren vorbeiführend.
Ich war da zuletzt, als ich noch in der Pfalz wohnte, kurz vor Ostern und das war einfach wunderschön; allein schon, als man den Zoo betrat und dann zunächst mal den supergepflegten Stadtgarten erblickte, in dem grad die Tulpen und diese ganzen Frühlingsblumen blühten.
Übrigens gibt es dort auch einen Rosenbereich, der zur Blütezeit ebenso „whow“ ist!
Zoo Landau
Da muss ich dokodo absolut widersprechen; ich hab in einem Dorf in der Nähe von Landau gewohnt und zwar so nah dran, dass mein Personalausweis in Landau ausgestellt worden ist und ich war des Öfteren dort im Zoo; auch jobmäßig mit den Kindern.
Preislich liegt er in etwa auf derselben Linie wie der Zoo Karlsruhe und parktechnisch ist er genau so eine Katastrophe (was Landau im Allgemeinen ist).
Aber der Landauer Zoo ist extrem klein, hat nur wenig an den wirklich interessanten exotischen Tieren zu bieten; ich habe ihn immer eher als Altersheim für ausgemusterte Wildtiere empfunden; ein bisschen wie diese Wildgehege, dies in den meisten deutschen Stadtparks gibt.
Wir sind auch aus eben diesem Grund mit den kleinen Kindern (die Schulkinder wollten auch schon lieber in einen anderen Zoo) aus unserer Einrichtung ganz gerne mal dort hingegangen: erstens ist der Landauer Zoo aufgrund der geringen Größe sehr übersichtlich und man musste keine Angst haben, dass einem selbst die Hyperaktivsten plötzlich aus den Augen verschwunden waren. Zweitens hatten eigentlich alle Kinder bei uns Probleme mit der Aufmerksamkeit und waren im Leben noch nie in nem Zoo gewesen geschweige denn dass sie überhaupt mal groß Tiere erlebt hatten und wären in einem größeren, „normalen“ Zoo absolut überfordert gewesen.
Der Zoo Landau ist in meinen Augen eher was für den possierlichen Sonntagnachmittagsspaziergang (mit kleinen Kindern), aber nichts für einen „echten“ Zoobesuch.
Ich mein, ich hab dort gelebt, aber das wäre wirklich kein Zoo, zu dem ich aus einer weiteren Entfernung extra anreisen würde.
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