Ich spreche jetzt einmal für Profi-Bodybuilder, die tatsächlich IFBB-Status besitzen:
Wie die gesündesten Menschen der Welt, nur mit einem kleinen Fokus auf Protein. Der Grund ist auch scheinbar einfach: Wegen AAS (Anabol Androgenen Steroiden). Denn, wie der Name schon sagt, ist die Basis für Muskelwachstum, und vor allem für Muskelwachstum, welches durch Steroide hervorgerufen ist, Protein.
Klingt jetzt total klischeehaft, aber es ist nun einmal Fakt, dass kein Mensch der Welt mit der besten Genetik und sonstigen Voraussetzungen auch nur annähernd so muskulös wird wie Ronnie Coleman und Co..
Das soll keineswegs heißen, dass Steroide dafür verantwortlich sind, dass die Muskeln wachsen, sie sind einfach nur Voraussetzung dafür, dass auch nach dem eigentlichen "genetischen Limit" Muskelwachstum weiterhin möglich ist.
Noch einmal: Steroide sind keineswegs ein Garant für Muskelwachstum und dadurch ist es, ungeachtet der heutigen Körper-Ästhetik, wirklich unglaublich, wie einzelne Personen sich muskulär entwickeln können. Da gehören wirklich "Biss" ohne Ende dazu (die Ernährung ist wirklich hart, und die Wettkampf-Vorbereitung noch härter), Jahre des Trainings und vor allem Jahre der Erfahrung über alles, was mit BB zu tun hat.
Noch einmal auf die Ernährung zurückkommend: Erfahrene BBler gehen sogar davon aus, dass die Ernährung ca. 70% des Erfolges, und nur 30% das Training an sich und die Regeneration ausmachen, was Muskelaufbau angeht. Es ist natürlich nicht möglich, dazu Studien durchzuführen, weil das einfach viel zu viele Parameter wären, das bräuchte Jahrzehnte, um da ein einigermaßen vernünftiges Ergebnis zu erhalten.
Midgaardslang, ich halte die Äußerung für nicht richtig, dass mit einem Mehr an Muskelgewebe auch ein Mehr an "sonstigem" Gewebe einhergeht. Es ist durchaus möglich, auch unter "Laien"-Bedingungen, einen nahezu fettfreien Muskelaufbau zu betreiben.
Markus, der KFA sollte nur während der On-Season (Wettkampf-Season) so niedrig wie möglich sein. Kannst gerne einmal im Internet ein bißchen recherchieren, es gibt unzählige Bilder von IFBB-BBlern, die auch in der Off-Season an kleinen Wettkämpfen und Shows teilgenommen haben, da sieht man schon exteme Unterschiede, nicht nur was den Grad der Hydratation angeht, sondern eben auch fettmäßig.
Ungesund ist es eigentlich auch nicht, wirklich ungesund wird es erst im Bereich von 4%, weil bei ca. 4% die absolute Untergrenze liegt, da unter diesen Umständen nur noch die inneren Organe von Fett "ummantelt" wären. 7% sind allerdings noch im Rahmen. Über "Gesundheit" kann man im BB ohnehin nicht reden, aber andererseits kann man auch sagen, dass Leute mit einem KFA von über 15% "ungesund" leben, weil sie dem Körper unnötigen Ballast antun, da die Urzeitmenschen auch alle "recht dünne Kerlchen" gewesen sind und das eher dem "Normalbild" entspricht.
Den Block mit den "Vitaminzusätzen" verstehe ich nicht: Zuerst greifst du den niedrigen KFA an, und dann begründest du Gesundheit doch wieder nur über Vitamine. Ist beides in meinen Augen nicht wirklich sinnvoll. Du kannst soviel Vitamine zu dir nehmen und trotzdem alle möglichen ernährungsspezifischen Mangelerscheinungen besitzen genauso wie dass du mit einem niedrigen oder hohen KFA diese besitzen kannst, hat also wirklich nichts mit "Gesundheit" im klassischen Sinne zu tun.
Lumpy, also machst du überhaupt BB? Oder gehst du zumindest in Fitnessstudio? Denn von Ausdauersportarten gewinnt man kaum optisch Muskelmasse. Genauer brauche ich darauf jetzt eigentlich auch nicht eingehen.
Sindvoll sind zuerst einmal ein Wheyprotein-Produkt und ein sinnvolles Buch über Ernährung und Trainingssysteme und BB im Allgemeinen. Das reicht zunächst mehr als ausreichend, um wirklich sehr sehr große Fortschritte zu erzielen. Trinken solltest aber nicht vergessen, aber sollte man ohnehin nicht als Sportler und auch als Nicht-Sportler.
Trotzdem kann es natürlich sein, dass dein Genetik relativ schlecht ist, die kann man natürlich nicht ändern, aber das sind wirklich sehr rar gesäte Ausnahmen.
Timberwood, ganz ehrlich, wie kannst du einen "Läufer" (eigentlich egal, welche Strecke er läuft) und einen Bodybuilder vergleichen? Das ist wie Birnen und Äpfel zu vergleichen. Ein Läufer muss schnell sein. Bei Kurzstreckenläufern (die übrigens auch öfters die gleichen "Mittelchen" nehmen wie BBler, hört man ja oft genug in den Nachrichten) funktioniert das vor allem über die roten Muskelfasern, welche auch primär beim BB "trainiert" werden, deswegen besitzen Kurzstreckenläufer wie zum Beispiel Maurice Green durchaus "überproportioniert" Oberschenkel und Waden.
Ein Mittel- oder Langstreckenläufer braucht "Biss", also Muskeln, die über längere Zeit nicht übersäuern und konstant niedrigere Kraft liefern. Hierfür sind primär die weißen Musklfasern zuständig, welche eigentlich nicht oder nur sehr bedingt im BB "trainiert" werden. Zudem zählt bei diesen jedes Gramm, weshalb sie oft "extra-dürr" sind. Von daher hinkt dein Vergleich vorne und hinten. Aber dein zweiter Abschnitt zeigt ja, dass du alles andere als informiert über die Thematik bist und nur irgendwelche Klischees anwendet, allerdings bedienst du auch eines, nämlich das des nicht wissenden Allgemeinbürgers, der "Randgruppensportarten" aufgrund mangelnder Popularität durch Herabwürdigung abtut.
Was bitte soll denn die Vorstellung, einen BBler 800m laufen zu lassen? Dann könnte ich genauso sagen: Dann lass doch mal einen 800m-Läufer Kniebeugen mit 400kg machen (durchaus noch ein Trainingsgewicht für IFBB-BBler). Das würde dann mit multiplen Brüchen am gesamten Körper enden, weil die Stange auf ihn herabfallen würde, nur, um bei der "Königsdiziplin" "Beine" zu bleiben. Aber darum geht es doch eigentlich nicht, weil man es einfach nicht vergleichen kann.
Und auf so eine fast schon primitive Art kannst du auch keinen Leser für dich gewinnen, wobei es darum auch nicht geht.
Und was soll das mit dem Sixpack? Ganz ehrlich, wenn ich das schon höre, vergeht es mir. Ich sage es auch dir gerne: Ein Sixpack hat primär mit dem KFA zu tun (wobei du dann ja "in Bodybuilding" reinrutschen würdest) und nur sekundär mit Training. Und wenn, dann trainiert man ihn am sinnvollsten durch schweres GÜ-Training (GÜ = Grundübungen, also Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken). Diese ganzen "600 Situps-Marathons" sind absoluter Quatsch, wobei ich dir damit nicht unterstellen will, dass du auch auf ähnliche Art "trainierst".
Und noch einmal zu den Präparaten: "Präparat" ist so ein allumfassender Begriff, dass du einen solchen Ratschlag wirklich nicht erteilen solltest. Nebenbei zählen "Vitamin-Präparate", die man in jeder Drogerie, Apotheke oder Supermarkt kaufen kann, auch zum BB-Fundus. Nur, um mit einem Beispiel deinen Ratschlag zu entkräften.
Nochmal zu dir, Lumpy: Du darfst bitte nicht davon ausgehen, dass du nach einem Monat ausschaust wie Ronnie Coleman (nur, um einen Namen genannt zu haben). Muskelaufbau ist eine langwierige Angelegenheit, das geht nicht "von heute auf morgen". Nimm dir meine Ratschläge zu Herzen (kannst das Eiweiß von mir aus auch weglassen) und dann hast du in 2 Jahren eine saubere Basis erreicht ("Basis" klingt so schlecht, ich drück's mal so aus: Nach 2 Jahren ordentlichem (!) Training unterscheidest du dich rein optisch schon sehr stark von den "Normalos").
Bei Proteinshakes kann ich dir schon Ratschläge geben, würde ich aber lieber per PN, weil das eigentlich offtopic ist.
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