Wenn einem Siedler zu langweilig ist und man mal ein neues Szenario braucht, dann sollte man ein Auge auf Imperium Romanum von Kalypso werfen. Im Grunde ist das Spiel ähnlich wie die Vorlage aus Deutschland: In verschiedenen Szenarios baut man Städte auf und muss Aufgaben lösen.
Bei den Städten darf man sich an allem versuchen, was das römische Reich so an Prominenz zu bieten hatte: von Alexandria über Pompeji bis Rom ist vieles dabei – je nachdem geht es neben dem Aufbau darum, mal Barbaren zu bekämpfen, Rohstoffe zu erringen oder soundsoviel Prozent eines Missionsziels erreichen, der übliche Standard bei Aufbauspielen. Anders ist jedoch, dass diese Aufgaben nicht immer von Anfang an dazugehören, denn diese gibt`s per Ereigniskarten – diese muss man ziehen und bekommt dann zufällig ein Ziel. Wie oft man ziehen darf und wann kann festgelegt werden, man bestimmt so also den Schwierigkeitsgrad. Wer will kann gleich am Anfang in die vollen greifen, andere siedeln erst ihre Stadt heran. Außerdem kann man entscheiden, ob man gleich alle Aufgaben meistern will oder lieber nacheinander. Dazu gibt`s kleine Nebenquests um sich Boni zu erwirtschaften.
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Das macht die verschiedenen Missionen deutlich abwechslungsreicher, denn Zwischensequenzen fallen aus dem Konzept und stattdessen gibt`s Texttafeln en masse. Weiteres Minus beim Missionsdesign: Es gibt keine echte Handlung, denn man springt von Mission zu Mission ohne dass diese etwas miteinander zu tun haben und die Karten wiederholen sich mit der Zeit recht oft was irgendwann auch nervt – dazu sind manche Missionen oder Subquests völlig dämlich, denn diese sind selbst mit Cheats nicht in der vorgegebenen Zeit zu meistern. Ein Endlosspiel gibt es übrigens nicht.
Der Aufbau der Siedlung ist nicht sonderlich überraschend: Rohstoffe sammeln, veredeln durch Weiterverarbeitung, ein paar Gebäude um die Massen bei Laune zu halten und ein paar für`s Image – dazu die alte Aufgabe: Wege kurz halten und effektiv gestalten sowie die Bürgerlein nicht aus dem Auge verlieren – auch wenn man diese mit der Lupe suchen muss, denn selbst in riesigen Städten ist fast nichts los auf den Straßen. Wenn mal etwas nicht so gut läuft, bekommt man dies mittels eines Hinweises mitgeteilt bevor das ganze überkocht.
Graphisch gibt es wenig zu meckern, denn die Gebäude überraschen mit liebevollen Details, die Kamera ist frei schwenkbar und lässt sich problemlos zoomen, die Texturen sind schön scharf gezeichnet und dank Tag und Nacht Wechsel sowie Wetterumschwüngen gibt`s auch sehr schöne Beleuchtungseffekte und Schattenwandern. Nervig ist jedoch, dass die Symbole in den Menüs oft zu klein geraten sind und man sich häufig verklickt oder rätselt.
Alles in allem kein schlechtes Spiel, aber der Unterschied zu Siedler ist immernoch gewaltig – wer Wuselcharme und weniger Sterilität bevorzugt sollte lieber dabei bleiben.
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:: SambaBoy
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