Ich kenne box.net bisher nur daher, dass ich schonmal auf deren Webseite war, aber getestet habe ich diese Software bisher noch nicht. Dafür aber ein scheinbar bisher noch unbekannteres Projekt: Wuala (gesprochen Voilà)
Wua.la bietet einem eine kostenlose Onlinefestplatte von 1GB Speicherplatz an. Mehr Speicherplatz kann man bekommen, indem man Freunde wirbt (zumindest aktuell ist es noch so), oder aber, indem man eigenen Festplattenspeicher zur Verfügung stellt, um dort Daten ablegen zu lassen. Dieses ist allerdings absolut freiwillig. Niemand wird gezwungen, fremde Daten auf dem eigenen Rechner zu lagern.
Das ganze System basiert auf dem P2P-Prinzip, d.h. ein Großteil des Datenverkehrs findet zwischen den Usern statt, wodurch die Server von Wua.la stark entlastet werden, da der teure Traffic wegfällt. Dadurch lässt sich das Projekt auch leichter durch dezente kleine Werbeeinblendungen (die mir bei der bisherigen Benutzung gar nicht wirklich aufgefallen sind) finanzieren. Sämtliche Daten, die übertragen werden, sind verschlüsselt. Die Verschlüsselung der hochgeladenen Dateien erfolgt mithilfe des eigenen Passworts und des Usernamens. (Zur Information: Die Authentifizierung läuft über einen 2048bit RSA-Schlüssel, die Verschlüsselung sämtlicher Daten läuft über 128bit-AES). Dadurch können weder die Betreiber des Dienstes auf die privaten Daten ihrer Benutzer zugreifen, noch sonstjemand anderes. Wichtig ist also, dass man sein Passwort nicht vergisst, da man andernfalls den zur Entschlüsselung benötigten Key nicht wiederherstellen könnte.
Neben der Nutzung als private Onlinefestplatte kann der Benutzer auch Ordner oder Dateien für Freunde / Bekannte freigeben, die dann ihrerseits einen Schlüssel für die Entschlüsselung eben jener Ordner / Dateien erhalten. Einen kleinen Überblick darüber, wie das mit den Schlüsseln funktioniert, liefert einer der Entwickler in einem Beitrag bei GoogleTechTalks. Ansehen ist sehr empfehlenswert, da man einen guten Einblick in die Funktionsweise von Wua.la erhält - sofern man denn Englisch versteht.
Momentan während der Alpha-Phase werden alle Daten zwecks Verfügbarkeit auch noch auf den Servern von Wua.la gespeichert. Hierbei ist nochmals zu erwähnen, dass sämtliche Ver- und Entschlüsselung direkt auf dem Rechner des Clients geschehen, es verlassen somit keine einsehbaren Dateien den Rechner. Eine Ausnahme bildet hierbei nur der öffentliche Bereich, der für jeden User ersichtlich ist. Hierfür muss man seine Daten allerdings explizit freigeben.
Redundanz wird durch sogenannte Erasure Codes (Englisch) gewährleistet, bei denen aus m Fragmenten nach Kodierung n Fragmente werden, z.B. werden aus 100 Teilstücken einer Datei 500 neue Fragmente. Der Vorteil dieser 500 Fragmente ist der, dass nur 100 beliebige dieser 500 Stücke benötigt werden, um das Original wiederherzustellen. Dadurch ergibt sich nach der Rechnung von Wua.la (zu sehen in der Präsentation auf Youtube) eine Verfügbarkeit von 99,9% im Netzwerk. Der Einsatz dieser Codes ist bei Wua.la sehr sinnvoll, da die wenigsten Rechner 24 Stunden am Tag ans Internet angeschlossen sind.
Ich bin jetzt bereits ein paar Tage bei Wua.la, welches sich noch in der Closed-Alpha befindet, und muss sagen: Funktionsumfang und vor allem Zugriffsgeschwindigkeit sind gar nicht mal übel. Downloads meiner Dateien (oder der Dateien meiner Freunde) laufen bei DSL6000 meistens mit 300-500kb/s; bei einem Freund von mir sind die Geschwindigkeiten aufgrund seiner Internetanbindung noch weit höher.
Auch die Übersicht des Programms ist gut gewählt. Man hat einen "normalen" Dateibrowser vor sich, über den man in gewohnter Manier navigieren kann. Dateiup- und downloads lassen sich wunderbar per Drag&Drop initiieren. Besonders gut finde ich den bisher noch nicht vollständig implementierten Netzlaufwerkmodus, bei dem man seine Festplatte als Netzlaufwerk direkt ins Dateisystem einbinden kann. Bisher funktioniert das ganze noch Readonly, aber in Zukunft soll auch noch Schreibzugriff hinzukommen, was das ganze quasi zu einer vollwertigen, vollintegrierten Festplatte machen würde, die sich nur durch Übertragungsgeschwindigkeit von "normalen" Festplatten unterscheiden würde . Für mich als Linux-User ist es von Vorteil, dass es das Programm nicht bloß für Windows, sondern auch für Linux und sogar für Mac gibt, da es in Java implementiert wurde. Somit wird nur eine aktuelle Version von Java vorausgesetzt, um das Programm nutzen zu können.
Da das Projekt momentan in der Closed-Alpha ist, muss man sich einladen lassen, um mitmachen zu können, oder sich auf der Seite eintragen, dass man benachrichtigt werden möchte, wenn sie bereit sind, mehr Leute bei dem Projekt zuzulassen. Einladungen lassen sich z.B. einfach über Google finden ("wuala einladung"). Alternativ kann ich für ein paar Leute auch noch eine Einladung per Mail verschicken, aber die Google-Suche spuckt da auch schon einiges aus. Natürlich bin ich nicht abgeneigt, Einladungen zu verschicken, da ich selbst mit 1GB-Speicherplatz pro erfolgreich eingeladenem User belohnt werde, also scheut euch nicht, mir eine PN zu schicken, falls ihr an dem Projekt teilnehmen wollt, ohne Google um eine Einladung zu bitten 
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:: rtfm
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Also Webspace als Festplatte nuten ist ja immer so ein Ding, du weißt nie wer da gerade auf deine Daten zugreift. Als Mac-User gibt es da die iDisk-Lösung: Für 99€ im Jahr kann man auf dem .mac Server 10 GB mieten, auf dem man seine Dateien ablagern kann, diese "Festplatte" wird dann auch direkt ins System eingebunden, ist also bei bestehender Internet-Verbindung immer verfügbar. Vorteil: Keiner außer man selbst kann darauf zugreifen, Nachteil: Kostet 99€ im Jahr. Allerdings weiß ich nicht ob es solche Angebote auch für Windows-User gibt. Ansonsten sind externe Festplatten immer zu empfehlen, auch ohne Internet benutzbar, portabel, immer Dabei und auf Dauer kostengüntiger als der .mac-Service und auch mehr Speicherplatz als eben dieser.
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:: christophd
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