Ich glaube, dass jeder dieses Problem kennt, der einen Hund hat. Irgendwas möchte man ihm abgewöhnen oder beibringen und der Hund stellt auf stur.
Wenn es nur drum geht, dass dewr Hund ein Kunststück lernt, dann mag es ja noch egal sein, aber wenn es auch darum geht, den Hund quasi vor sich selbst zu schützen, dann ist es nicht mehr so lustig, wenn man den Hund nicht mehr unter Kontrolle hat. Z.B. wenn der Hund jagen will und dann nicht mehr zurück findet oder der Hund Autos nachjagt und immer die Gefahr besteht, dass er auf die Straße rennt. Aber auch, wenn der eigene beste Freund nicht sonderlich freundlich zu anderen Mitmenschen ist.
Und da hab ich neulich auf einer Hundeseite etwas über einen "Jackpot" gelesen. Wenn der Hund irgendwas nicht machen soll und mach ruft ihn dann mit einem anderen Laut zurück als sonst mit seinem Namen oder einem "Komm", dann gibts den Jackpot.
 | :: betty :: Beiträge 1465:: 16.10 Talkpoints |
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Beispiel: wenn der Hund einfach nur zu weit weg ist und ich rufe ihn mit dem Namen zurück, dann gibts ein normales Leckerli oder einfach nur Streicheinheiten. Wenn ich aber sehe, dass er gerade stocksteif dasteht und nen Radfahrer im Visier hat und und rufe ihn dann mit einem "Hey" zu mir und er kommt, dann gibts Wurst. Natürlich muss man mit dem Hund erstmal üben, dass er weiß, dass "Hey" auch gleichzeitig Nein bedeutet. Aber das ging recht schnell, denn es gibt kaum einen Hund, der Wurst nicht mag.
Eigentlich wollte ich statt "Hey" mit der Hundepfeife arbeiten um ein anderes Geräusch haben als wenn ich rufe. Aber ich hab ganz praktisch gemerkt, dass Hey sich wohl schon ganz unterbewußt bei uns eingebürgert hatte. Als wir am Wochenende auf einer riesigen Baustelle unterwegs waren kam doch tatsächlich ein Auto angefahren. Er ging in Angriffsstellung und wollte gerade losrennen, als ich ihn mit einem bösen "Hey" problemlos zurückholen konnte. Und dann gabs ganz viel Wurst, weil es das erste Mal war, dass wir dem Problem Hund-Auto ohne Leine gegenüber standen und es gleich prima funktioniert hat.
Natürlich muss man das weiter ausbauen, damit man die ungewünschten Aktionen des Hundes dauerhaft abgewöhnen kann. Aber mit GEduld und Spucke und dem "Jackpot" klappts bestimmt in vielen Fällen. Und die Idee es mit einem ganz besonderen Leckerli noch schmakchaftere Sachen anzubieten war ein voller Erfolg. Ich denke mal, damit schafft man es sicher wirklich die allermeisten Schwierigkeiten zu meistern. Natürlich gehört Geduld bei Herrchen und Frauchen dazu, aber wenn es so gut klappt, dannn ist es auf jeden Fall die Mühe wert.
Übrigends wird der Hund dann auch irgendwann mal müde und will nciht mehr Jagen, Bellen usw sondern es holt sich gleich sein Leckerli ab, wenn es Radfahrer oder Autos sieht. Schließlich begreift auch der Hund, dass er zu keinem Jagderfolg kommt und stattdessen eine Belohnung bekommt, wenn er da bleibt. Dauert halt, aber es ist viel besser als mit Angst oder Stress die Sache mit dem Hund zu trainieren.
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:: betty
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Hallo,
Wir arbeiten auch mit dem Jackpot. Allerdings meistens nur beim Erlernen von Kunststücken. Wenn mein Hund das Verlangte zum Beispiel das erste Mal richtig gemacht hat, bekommt er eine Handvoll Leckerchen. Ansonsten immer nur ganz wenige.
Draußen, beim Üben belohne ich viel mit Spielzeug. Zum Beispiel haben wir ein paar Spielsachen, mit denen nur ich bestimme, wann gespielt wird. Die eignen sich dann hervorragend um unerwünschtes Verhalten abzutrainieren. Also wenn mein Hund sich nicht weit von mir entfernen darf, wird einmal kurz das Spielzeug gezeigt und dann braucht man nur einmal rufen und er ist sofort da. Natürlich wird dann sofort überschwänglich gelobt und das Spielzeug geworfen.
Aber ich denke nicht, dass man einem Hund, der einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, mit dieser Methode abrufen kann. Vorallem, wenn er schon einmal erfolgreich war. Da tun sich die meisten Hundetrainer schwer, den Hunden das abzugewöhnen.
Mein Hund hat zwar auch einen Jagdtrieb, aber er ist kontrollierbar. Und da er eh nur auf kleine Tiere, wie Mäuse, anspringt und das in einem Haus am Land durchaus praktisch sein kann, lasse ich ihn manchmal nach Mäusen buddeln. Aber ein "Nein" oder "Aus" genügt und dann ist schluss. Da wird dann natürlich auch gelobt, mit Spielzeug oder Leckerchen.
LG Baerlie
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:: baerlie1201
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