vom 07.01.2011
Talkteria: Rinderwahn: gibt es die Krankheit bei Rindern noch?
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Rinderwahn: gibt es die Krankheit bei Rindern noch?

Forum: Alltägliches

    
1986 wurde die Krankheit Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE), auch Rinderwahn genannt bekannt. Es ist eine Krankheit bei Rindern, die das Nervensystem angreift. Anfang 2000 dann wurden noch einmal Fälle bekannt und man sah auch einen Zusammenhang zu der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, die den Menschen befällt.

Nun hat man jahrelang schon nichts mehr von dieser Krankheit gehört. Hat man diese Krankheit im Griff oder muss man mit einem erneuten Ausbruch rechnen? Oder war das damals auch einfach nur Panikmache? Denn so eine Krankheit verschwindet doch nicht von dem einen auf den anderen Tag.
  
Diamante :: Diamante :: Beiträge 28350:: 455.41 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Nunja der Rinderwahn ist doch nie verschwunden. Es ist nur nicht mehr so massiv ausgebrochen, weil man die Tiere nun besser überwacht und die Futtermittel strenger kontrolliert. Früher wurde ja alles was es gab an die Rinder verfüttert und viele Tierabfälle wurden da nicht richtig erhitzt. Ob das nun wirklich der Grund für die Erkrankung war, ist umstritten. Seit dem großen Ausbruch 1986 und den danach eingeführten strengeren Kontrollen ist die Erkrankung aber spürbar zurückgegangen.

Aber selbst in Deutschland gibt es jedes Jahr ein paar BSE-Fälle. In den letzten beiden Jahren wurden aber nur noch je 2 Fälle gemeldet, aber 2001 und 2002 zum Beispiel über 100 Fälle gemeldet und das nur bei uns. Also das die BSE-Erkrankung plötzlich völlig verschwunden sei kann man nun nicht sagen. Es ist halt nur kein großer Aufreißer mehr für die Medien von weltweit ein paar hundert erkrankten Tieren im Jahr zu berichten, wenn man genug neue Erkrankungen hat über die man berichten kann.

Und Panikmache war es in meinen Augen nun wahrlich nicht. Wenn man sich anschaut, dass in Großbritannien Anfang der 90iger Jahre Zehntausende Rinder erkrankt waren und eine Übertragung auf den Menschen durch Verzehr dieses Fleischs möglich ist, empfinde ich das nun nicht als Panikmache. Vielmehr sehe ich den Rückgang der Erkrankung danach als Erfolg, der neuen Vorschriften und Gesetze zum Umgang mit den Rindern. Ist doch erfreulich, wenn man damit mal eine Krankheit deutlich eingrenzen kann, deswegen muss man doch nicht gleich hinter allem wieder Panikmache wittern.
  
:: Klehmchen :: Beiträge 2335:: 711.82 Talkpoints :: Auszeichnung für 2000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
So eine Krankheit verschwindet genauso wenig von einem Tag auf den anderen wie sie von einem Tag auf den anderen auftritt. Dass BSE nicht völlig ausgerottet ist, hat ja Klehmchen schon geschrieben. Aber das gilt auch für andere Dinge.

In der Regel gibt es da immer einen Grenzwert, ab dem solche Dinge von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Ist dieser überschritten, dann überschlagen sich die Dinge gern mal. Ist der Grenzwert dann wieder unterschritten, dann interessiert sich dafür kein Mensch mehr. Genau so ist mit dem Rinderwahn, wie auch derzeit mit dem Dioxin-Skandal.
  
:: JotJot :: Beiträge 13223:: 61.41 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Da mein Vater weiterhin die Fleischer- Zeitung liest, in der halt auch über solche Themen geschrieben wird, habe ich ihn mal gefragt, ob es BSE überhaupt noch gibt, weil man ja nicht mehr wirklich was über das Thema in den allgemeinen Medien hört.

Laut seiner Information gab es im letzten Jahr einen einzigen Fall von BSE. Und der wohl auch in Großbritannien. Allerdings berichtete mein Vater auch, dass es ja so sei, dass vor allem ältere Tiere damals, also zur Haupt BSE Zeit erkrankt waren. Das umgeht man nun, in dem man die Tiere einfach früher schlachtet.

Des weiteren war ja ein Auslöser für die Erkrankung die Fütterung mit zu niedrig erhitztem Tiermehl. Dem wurde ja nun ein Riegel vorgeschoben. Aber da sollte man sich halt auch mal Fragen, in wie weit auch der Verbraucher einen Teil der Schuld trägt. Alle brüllen immer und ich nehme mich da auch nicht aus, dass Lebensmittel und gerade Fleisch sehr teuer ist. Um billiger verkaufen zu können, muss halt auch billiger produziert werden. Und die Tierverbrennungsanlagen haben den im Grunde nur Folge geleistet, in dem sie einfach die Kosten reduziert haben. Meine Worte klingen vielleicht ein wenig krass, da sollte aber mal jeder mal ein wenig drüber nachdenken, wenn einem das Fleisch mal wieder zu teuer ist.
  
:: LittleSister :: Beiträge 5947:: 18.06 Talkpoints :: Auszeichnung für 5000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
   
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