Armenien gilt als ein karges und armes Land – doch nun entdeckte eine Forschergruppe der Uni Würzburg um Dr. Johannes G. Mayer in dessen Boden einen wertvollen Schatz, die sogenannte Heilerde oder auch Terra Armena. Diese war schon im Mittelalter für ihre Wirkung bekannt und in Talern gepresst mit einem Siegel verziert in ganz Europa heiß begehrt und wurde hoch gehandelt.
In Armenien selbst konnten in umfangreichen Handschriftenbibliotheken medizinische Schriften entdeckt werden, welche auch heute noch bedeutend sind und die Anwendung und Wirkung der Terra Armena für viele Krankheiten und Krankheitssymptome schildern. Das Wissen ist alles andere als verloren und althergebracht, denn auch heute noch kann Heilerde aus Ton gegen viele Beschwerden helfen.
Die Heilwirkung basiert auf folgendem Prinzip:
Die feinen Teilchen des Tons haben ein hohes Bindungsvermögen und schaffen gleichzeitig eine hohe Anzahl an kleinen Kanälen im Inneren wodurch die Oberfläche um vielfach vergrößert wird – durch den Kontakt mit Flüssigkeit wird nun ein Aufquellen und bewirkt und eine weitere Oberflächenvergrößerung, wodurch Flüssigkeiten, welche im Übermaß vorhanden sind oder schädliche Substanzen vermehrt und stärker aufgenommen werden können.
Aus diesem Grund gilt die Tonerde oder Terra Armena als altes Heilmittel gegen Sodbrennen, da sie überschüssige Magensäure aufnimmt, als Hilfsmittel beim Fasten um die Entgiftung zu unterstützen und als probates Mittel gegen Durchfall.
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