Ich bin letztens wieder einmal auf das Phänomen der "Gated Communities" gestoßen und bin nun an weiteren Sichtweisen zu diesem Thema interessiert. Hinter dem Begriff versteckt sich nichts anderes als das Wohnen und Leben in einer eingezäunten und bewachten Wohnanlage.
Solche Anlagen gibt es hierzulande noch recht selten, während sie in den USA recht weit verbreitet sind. Diese Wohnanlagen sind umzäunt, die Zufahrten sind durch Schranken abgeteilt und Besucher müssen zuvor beim Wachpersonal angemeldet werden. Wer nicht angemeldet ist, erhält keinen Zutritt. Es existiert eine eigene Infrastruktur mit Ärzten, teilweise sogar Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen. Auch zum Einkaufen muss man das eingezäunte Areal natürlich nicht verlassen.
Ein ganz großer Faktor, der zur Entstehung dieser abgeschotteten Wohnanlagen beiträgt, ist die empfundene Angst der Menschen vor Kriminalität. Ob diese Angst eine wirklich Basis hat oder auf der Panikmache von Politikern oder Geschäftsleuten beruht, ist sicher nicht uninteressant. Ein zweiter Punkt ist einfach der Wunsch nach Abschottung. Manche Bewohner solcher Wohnanlagen wollen einfach unter sich bleiben und nicht mit Menschen konfrontiert sein, die nicht ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft und anderen Merkmalen entsprechen.
Ich stehe solchen Wohnprojekten zwiegespalten gegenüber. Auf der einen Seite finde ich es durchaus erstrebenswert, in einem einigermaßen sicheren Haus zu leben und den einen oder anderen Service zu genießen. Ein Haus mit Doorman kann dies aber für mich ebenfalls leisten. Ich würde das "richtige" Leben wohl vermissen, wenn ich in einer solchen Anlage wohnen würde.
Was haltet ihr von Gated Communities? Würdet ihr in einer solchen Anlage wohnen wollen? Was spricht für diese Wohnanlagen und was spricht dagegen?
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:: Cologneboy2009
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