Momentan ist es der Fall, dass Berufsabschlüsse innerhalb der EU schwer vergleichbar sind – denn ein Elektrotechniker, Industriemechaniker oder Ingenieur bedeutet nicht überall das gleiche und die Ausbildung unterscheidet sich oft deutlich. Das Hauptproblem besteht nicht nur in der Vergleichbarkeit, was es Arbeitgebern und Universitäten oft schwer macht die Fähigkeiten von Bewerbern einzuschätzen sondern auch darin, dass Bewerber oft Schwierigkeiten haben ihren Abschluss in einem anderen EU Land anerkennen zu lassen.
Um Bildungsabschlüsse und Berufsabschlüsse bald besser vergleichen zu können, sollen die EU Mitgliedsstaaten nun NQR s erarbeiten, die sogenannten nationalen Qualifikationsrahmen – diese gibt es bisher nur in Irland, Tschechien und Großbritannien auch wenn in Belgien, Deutschland, Italien, Malta, Österreich, Polen, Portugal und Spanien heftig daran gearbeitet wird. Die von der EU vorgesehenen NQR sollen sich am EQR, dem Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR) ausrichten, der im November 2007 ausgearbeitet und beschlossen wurde.
Im EQR sind 8 Schwierigkeitsgrade festgelegt, nach denen verschiedene Kompetenzen bewertet werden, es zählt nicht nur allein der Abschluss. Der Ausbildungsort und die Ausbildungsdauer werden übrigens nicht berücksichtigt, sondern ausschließlich die Qualifikation – wer also behauptet ein Ingenieur zu sein oder die Hochschulreife zu haben, der sollte auch die entsprechenden Kompetenzen besitzen.
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