Das Schulgesetz, eigentlich die Bibel der Lehrer lässt verlauten: "Der Auftrag der Schule wird bestimmt durch das Recht des jungen Menschen auf eine seiner Begabung, seinen Fähigkeiten und seiner Neigung entsprechende Erziehung und Ausbildung, durch das Recht der Eltern auf eine Schulbildung ihres Kindes sowie durch die staatliche Aufgabe, die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler auf ihre Stellung als Bürgerin und Bürger mit den entsprechenden Rechten und Pflichten vorzubereiten." (§ 4, Abs.1)
Hier ist die Rede von Neigungen, Begabungen und Fähigkeiten, aber wie von Schülern oftmals bemerkt werden kann, ist dieses Lehren nach Begabungen nicht vorhanden, jedenfalls an staatlichen Schulen nicht. Allein schon das Zentralabitur... Was ist das bitte für ein verunglückter Versuch einer Reform? Was hat das mit dem Anpassen an die Globalisierung zu tun? Nicht wirklich etwas, wir werden nicht mehr unterrichtet, sondern gezwungen Informationen zu speichern. Das Verarbeiten des Wissens spielt keine Rolle. Selbst die meisten Lehrer haben es mittlerweile aufgegeben zu lehren, sie stehen nur noch da und erzählen, wobei sie meist selbst von ihrem nicht enden wollenden Geschwafel gelangweilt scheinen.
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Und sobald eine Bemerkung gemacht wird, die über den "Tellerrand" hinausgeht, und das lässt sich nicht vermeiden, wenn ausnahmsweise mal Interesse gezeigt wird, bekommst du antwortet der betreffende Lehrer auf eine Art und Weise, die entweder ausweichend, vollkommen an deiner Fragestellung vorbeigehet, oder noch schlimmer, gar nciht. Und noch mal zum Schulgesetz: "Die Schule soll dem jungen Menschen zu der Fähigkeit verhelfen, in einer ständig sich wandelnden Welt ein erfülltes Leben zu führen." (§4, Abs. 2) der ganze Paragraph 4 ist voll von diesen Regelungen, die so dermaßen lächerlich erscheinen, wenn der Schüler nicht direkt darunter leiden müsste. Man kann zur Verteidigung der Schule hervorbringen, dass so viele Schüler gar nicht individuell unterrichtet werden können, doch dies ist ein wirklich schlechtes Argument, auch wenn es öfters angesprochen wird.
Es gibt wenige und vereinzelte Lehrer, die in der Lage sind, ihre Schüler gut durch das Unterrichtsgeschehen zu bringen, ohne diejenigen zu vernachlässigen, die es nicht so gut können und trotzdem denjenigen gerecht werdend, die diese Dinge schneller begreifen. Es funktioniert, man muss nur die richtige Ausbildung haben. Im Moment wird in vielen Teilen Deutschlands ein Konzept eingeführt, das nahezu grausam jede Logik vergewaltigt: Es sollen Leute den Unterricht übernehmen, die keine pädagogische Ausbildung haben. Zwar sollen diese Leute zunächst nur einspringen, wenn andere Lehrkräfte ausfallen, doch es wird nicht lange dauern, bis der Vater Staat Leute vor die Schüler stellt, die nicht einmal einen Abschluss erworben haben. Der Staat ist sowieso ein heikles Thema, besonders das Kulturministerium. Wie groß war der gekünstelte Aufschrei nach dem Pisa-Test? Wie viel Bürokratie wurde in Bewegung gesetzt, um das Schulsystem zu "reformieren"? Und was wurde jetzt fertig gebracht?
Zentralabitur, nichts weiter, weder Fortbildungen für Lehrer noch sonst was. Schüler werden heute angehalten vieles zu wissen, um mit diesem Breiten Spektrum an Wissen gut in der "... sich wandelnden Welt ein erfülltes Leben zu führen." (s.oben) und natürlich ist es auch nötig so viel zu lernen, was nicht unbedingt sofort deinen zukünftigen Weg ausgestaltet, aber welch Druck entsteht dabei? Deutschland steht, was Amokläufe angeht an Platz drei der Welt. Eine fragwürdige Platzierung, die jedoch nicht so viel Wirbel auslöst, wie der besagte Pisa-Test. Keiner fragt danach, wie überfordert Schulpsychologen sind. In einigen Bundesländern kommen auf einen Schulpsychologen etwa 500 Schüler. Einer lächerliche Zahl, man schaue sich etwa die Sportler höherer Leistungsklassen an: die haben zum Teil fünf Psychologen, jeder auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert.
Es ist doch eigentlich ganz einfach: Lehrer..... Lehrer müssen einfach besser ausgebildet werden. Wie läuft es denn im Moment ab? Sie bekommen eine "pädagogische" Ausbildung, die in Universitäten vollendet wird. Sie erfahren weder etwas über die Realität, noch, wie sie damit umgehen sollen. Was weiß denn schon eine Eliteuniversität von den unteren Klassen? Sowie Intelligenz, als auch Geld betreffend. Nichts, außer dem Äußeren, das offensichtlich raussticht.... Lehrer müssen schon an Schüler herangeführt werden, wenn sie mit dem Studium anfangen, es soll Unterricht sein, der soziale Kompetenz fordert und fördert. Es sollte immer eine weitere Person dabei besondere und schwierige Situationen angeht. Und auch das sollte individuell ablaufen. Wer später an der Grundschule unterrichtet kriegt eine DEUTLICH andere Ausbildung, als der gymnasiale Lehrer. Ja Klar das kostet Unmengen an Geld, aber was dadurch gewonnen wird, ist mehr als das Ergebnis beim Pisa-Test.
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