Der Deutsche Aktienindex hat heute den stärksten Rückschlag seit Jahren erlebt. Innerhalb con drei Stunden hat der DAX über 5,5 Prozent verloren und damit hat er genau das Vorjahresniveau erreicht.
 | :: betty :: Beiträge 1465:: 16.10 Talkpoints |
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Die katastrophalen Meldungen der WestLB, die ebenfalls von der US-Immobilienkrise betroffen ist und wohl ein Drittel ihrer Beschäftigten abbauen muss um sich zu sanieren war ein Auslöser für den Sinkflug. Die WestLB Hat sich im US-Immobilienmarkt verspekuliert und muss mindestens 1 Milliarde Verlust vermelden. Zudem sind weitere Abschreibungen auf Kredite nicht auszuschließen. Damit reiht sich die WestLB in der Reihe der seutschen Banken ein, die ebenfalls durch die US-Kredite in Mitleidenschaft gezogen wurden. Neben der SachsenLB und der Landesbank Baden-Württemberg ist auch die Deutsche Bank stark betroffen. Der Schaden für die deutschen Kreditinstitute liegt mittlerweile bei weit über 10 Milliarden Euro.
Angst vor einem weltweiten Abschwung ist ein weiterer Grund für den Einbruch in frankfurt. Besonders abgestraft wurde die LAlianzaktie mit einem Verlust von über sieben Prozent. Tochter Dresdner Bank gab bisher keinerlei Zahlen heraus, wie stark sie von den geplatzen US-Krediten betroffen ist.
Da die Möglichkeit einer weltweiten Rezession von vielen Börsenexperten mittlerweile als durchaus möglich angesehen wird, scheinen gerade Aktien, die besonders davon betroffen sind deutlich zu verlieren. Gerade der Finanzsektor hat weltweit erheblich an Wert eingebüßt.
Man könnte dies nun alles auch als reine Panikmache abtun, vielleicht sogar ein paar wenige verantwortliche Analysten dafür ausmachen und diese an den Pranger stellen. Man könnte aber auch die fundamentalen Werte zugrunde legen und versuchen einmal nachzurechnen.
Gerade am Beispiel Deutschland lassen sich die Übertreibungen der letzten Monate wieder gut nachvollziehen. Angeblich sinkende Arbeitslosigkeit, geringe Staatsneuverschuldung, überall nur positive NAchrichten. Das hat viele Kleinanleger dazu gebracht auch weiterhin den ein oder anderen Euro in Aktien oder Fonds anzulegen. Alle Warnhinweise, wie die hohe Inflation, die US-Kreditkrise, der hohe Euro, die ständig steigenden Energiekosten, die stagnierenden Binnenkonjunktur, all das wurde weggeredet oder gar nicht beachtet. Und solange die institutionellen Anleger davon ausgehen konnten, dass auch die Provatleute weiter fleissig Aktien kaufen, waren natürlich auch sie bereit auf steigende Kurse zu setzen. Jetzt zeigt sich inzwischen deutlich ein Bild des Wandels, die Risiken wurden nicht nur unterschätzt, sondenr komplett falsch interpretiert und bewußt verschwiegen. Wer dies nun erkannt hat, der rettet sein Erspartes durch Verkäufe. Und das Ergbnis sehen wir jetzt. Aktien im Sinkflug - weltweit.
Das einzig positive daran: in jeder Krise bietet sich auch immer wieder eine Chance. Egal ob für Industrien oder für Privatanleger. Denn fallende Kurse bieten auch gute Chancen auf günstige Zukäufe. Man muss eben nur den passenden Moment abwarten. Nur im Moment ist der noch lange nicht erreicht.
Erst wenn die ersten Quartalszahlen der US-Wirtschaft ein positveres Bild zeichnen, das dürfte wohl erst im dritten Quartal wieder der Fall sein ist auch wiede rmit steigenden Kursen zu rechnen. Bis dahin einfach die Hände in die Tasche stecken und all die Gurus reden lassen. Und dem gesunden Menschenverstand vertrauen.
Ich halte es sogar für möglich, dass der DAX auf unter 6.000 Punkte sinkt, damit wäre dann natürlich die Wirtschaftspolitik der großen Koaltion hinüber und man könnte erkennen, dass diese Wirtschaftspolitik keinen Cent wert ist.
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:: betty
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