Angeboten werden AFA-Algenprodukte (Aphanizomenon-Flos-Aquae-Algenals) als Nahrungsergänzung zur Erhöhung der geistigen Leistungsfähigkeit, Stärkung des Immunsystems oder zur Milderung von Gelenkerkrankungen. Die Präparate sollen angeblich auch gegen Alzheimer helfen oder bei neurologischen Störungen (z. B. Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) bei Kindern). Eine heilende Wirkung konnte bisher jedoch noch nie nachgeweisen werden.
Jetzt wurden in Untersuchungen an der Universität Konstanz bei einigen Algenpräparaten Lebergifte gefunden. In 10 von 16 getesteten Algenpräparaten wurden bedenkliche Mengen Microzystine nachgewiesen. Die Wirkung sei ähnlich der des Giftes, welches man in Knollenblätterpilzen findet und wirkt stark giftig auf die Leber, auch könnten die Microzystine Hirn und Nieren schädigen. Der Toxikologe Prof. Daniel Dietrich warnt vor dem Verzehr von AFA-Algenpräparaten, laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung kann die Unbedenklichkeit von AFA-Algen nicht garantiert werden.
Die " AFA-Algen, auch bekannt als "blaugrüne Algen" stammen aus dem stark überdüngten Lake Klamath im US-Staat Oregon. Der Richtwert für Microzystine wurde von den Gesundheitsbehörden in Oregon auf ein Mikrogramm pro Gramm Algenpräparat festgelegt. Der Wert wurde bei 10 der 16 getesteten Produkte überschritten. Zum Teil wiesen die Produkte eine Konzentration von mehr als acht Mikrogramm auf.
In der Schweiz wurden diese Produkte jetzt vom Markt genommen.
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:: wölfchen
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