Im Prinzip ergeht es unseren Lungen genauso wie dem Triebwerk eines Flugzeugs, nur in sehr abgeschwächter Form. Bedenklich ist es wirklich nur für Menschen mit Lungenerkrankungen. Laut Expertenaussage enthält die Vulkanasche keine giftigen Partikel und wird von der Lunge sehr schnell wieder abgebaut. Ähnlich wie eine erhöhte Feinstaubbelastung in der Großstadt. Bei starkem Asthma oder anderen Erkrankungen der Lunge, kann es vermehrt zu Atemnot führen, laut dem Würzburger Vulkanologe Bernd Zimanowski haben wir in Deutschland jedoch nicht mit so hohen Konzentrationen zu rechnen.
Das die Asche auch ihre Vorteile hat, ist wissenschaftlich erwiesen. Sie enthält wichtige Pflanzennährstoffe wie z.B. Phosphor, Calcium und Kalium. Asche wirkt also wie ein richtig guter Dünger, was auch deutlich an den hängen vieler Vulkane zu sehen ist. Gute Beispiel dafür ist der siziliansche Ätna, an dessen Hängen man von Orangen- , Zitronen- und Feigenbäumen bis hin zu Wein und Getreide, alles findet.
Das Vulkanasche das Wetter beeinflussen kann ist gleichfalls erwiesen. Entscheidend ist jedoch dabei, wieviel Asche ausgestoßen wurde und die Menge des Schwefels. Die erste Auswirkung dürfte sich sofort bemerkbar machen, die Asche verdunkelt den Himmel. Windströmungen verändern sich und aufsteigende Gase kondensieren zu Regen, wodurch es zu Schlammregen kommen kann.
Langfristige Auswirkung der Vulkanasche kann tatsächlich auch eine Senkung der globalen Durchschnittstemperatur sein. Schwefelwasserstoff wird in der Luft in Schwefeldioxid umgewandelt und bilden dort feinste Schwefelsäuretröpfchen. Diese streuen das Sonnenlicht und refklektieren einen Teil des Lichts zurück ins All. Da sich die Tröpfchen sehr lange in der Stratosphäre halten, klingen solche vulkanischen Auswirkungen nur langsam ab. Es soll Vulkanausbrüche gegeben haben bei denen Temperaturabfall nachgewiesen wurde wie z.B. der Ausburch des El Chichon in Mexico 1982 und einer Schwankung von 0,2 Grad. Ältere Aufzeichnungen berichten das es beim Ausbruch des Laki auf Island oder des Tamboro in Indonesien zu ungewöhnlich strengen Wintern gekommen sei.
Zu einer neuen Eiszeit wird es wegen des Vulkanausbruchs in Island mit Sicherheit nicht kommen. Dazu müßte die Menge der ausgestoßenen Vulkanasche um ein hundertfaches größer sein, wenn nicht noch viel mehr.
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:: Pikalina
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