Gewürze peppen jede Speise erst richtig auf und richtiges und gekonntes Würzen ist das A und O der hohen Küche. Viele Gewürze, sei es Pfeffer, Zimt, Nelken, Anis oder Ingwer erhöhen die Aromenbreite ungemein, jedoch sollte man darauf achten, dass auch Gewürze nur in Maßen und nicht in Massen gesund sind.
Grundsätzlich ist die positive Wirkung von Gewürzen leicht zu erklären, denn sie enthalten viele ätherische Öle, Spurenelemente, Vitamine und Mineralstoffe, welche positiv auf den Körper wirken. So positiv, dass Gewürze beispielsweise im Mittelalter gar nicht zum Würzen von Speisen sondern eher als Heilmittel oder Aphrodisiaka eingesetzt wurden.
Ingwer ist z. B. seit jeher bekannt, das Immunsystem positiv zu stimulieren, Salbei, Petersilie oder Safran galt früher als Abtreibungsmittel und Nelken, Zimt und Wacholderbeeren sind reich an natürlichen Insektiziden und die Muskatnuss galt dank des enthaltenen Myristicin in hohen Dosen als halluzinogene Droge. Thymian und Gewürznelken aktivieren nachweislich im Dünndarm Sensorzellen durch die enthaltenen Aromastoffe, welche die Darmtätigkeit beeinflussen oder Pfeffer schützt wie viele scharfe Gewürze beispielsweise vor Darminfektionen und Parasiten, da es antibakteriell wirkt.
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Vorsichtig sollte man z. B. beim Würzen mit Zimt oder Waldmeister sein, denn dieser enthält Cumarin, teilweise in sehr hohen Dosen, was zu Leberschäden führen kann, wenn auch heilbar. Wer trotzdem gerne mit Zimt würzt sollte darauf achten, Ceylon Zimt statt „China Zimt“, oder Cassia Zimt, zu verwenden, da dieser deutlich weniger Cumarin enthält. Ganz sicher geht man mit Zimtstangen, Zimtpulver ist weniger aussagekräftig.
Ebenfalls aufpassen sollte man beim Würzen mit Muskatnuss wenn man keine unfreiwillige „Drogenparty“ schmeißen möchte – Schwangere sollten ebenfalls vom übermäßigen Genuss von Safran oder Petersilie absehen, Salbei entfaltet in höheren Dosen ebenfalls eine schädliche Wirkung. Auch bei Nichtschwangeren, da Salbei früher auch als Rauschmittel eingesetzt wurde. Wer einen empfindlichen Magen hat sollte ebenfalls vom Genuss scharfer Gewürze Abstand nehmen, da scharfes Essen diesen reizt und zu Beschwerden führen kann.
Als kleiner Würztipp mit Kräutern nebenbei:
- Gartenkräuter (Petersilie, Dill, Schnittlauch…) sollten erst am Ende des Garvorgangs zugegeben werden um den Geschmack zu erhalten.
- Beifuß, Majoran, Rosmarin, Liebstöckel sollte lange mitgegart werden, daher vorsichtig würzen, da die Intensität des Geschmacks zunimt.
Knoblauch, Curry, Chili und Paprika sollte man nicht in zu heißes Fett geben, da sie sich sonst schnell verfärben und dann einen bitteren Geschmack entfalten.
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Beim Anwenden von Gewürzen, sollte man auch darauf achten, dass sie möglichst frisch zerkleinert werden. Für Pfeffer ist da meine erste Wahl die Pfeffermühle mit speziellem Mahlwerk oder der Mörser. Solch ein Mörser eignet sich auch gut zum Zerkleinern anderer Gewürze, z.B. frische Senfkörner. Für die Muskatnuss gibt es auch kleine Reiben, mit der man die Nuss gut dosieren kann. Die meisten Gewürze schmecken einfach intensiver, wenn sie frisch zerkleinert zur Nahrung gegeben werden.
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:: JotJot
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