Hallo zusammen,
ich liebe frisches Basilikum. Deshalb bin ich diese Woche in den Supermarkt gegangen und habe mir mal wieder ein Kräutertöpfchen gekauft. Ich habe es mit nach Hause genommen, habe es auf die Fensterbank in der Küche gestellt und mich gefreut, dass es nun beim Kochen statt getrockneten Kräutern endlichmal wieder etwas Frisches gibt. Das Basilikum steht in der Küche, die sich auf der Nordseite des Hauses befindet, wo aber das Fenster über die ganze Breite geht, so dass doch relativ viel Licht herein kommt.
Aber wie jedes Mal mache ich bei der Pflege meines Basilikumpflänzchens irgendetwas falsch. Es bekommt bereits nach recht kurzer Zeit entweder kleine grüne Läuse oder aber so kleine weiße Viecher, die sich dann auch recht schnell vermehren. Ich nehme einmal an, dass das vom vielen Gießen kommt. Aber wenn ich nicht so viel gieße, läßt das Basilikum ganz schnell die Blätter hängen, die dann auch vertrocknen. Ich gieße es auch nicht direkt in den Blumentopf, sondern ich gieße das Wasser unten in den Unersetzer hinein. Das Wasser ist jedes Mal innerhalb kürzester Zeit von der Pflanze aufgesogen.
Ich schwanke also bei meinem Basilikum ständig zwischen trocken, verwelkt und eingegangen und nass mit Läusen. Was mache ich falsch? Wie pflegt man Basilikum richtig, ohne dass es eingeht oder Läuse bekommt?
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:: Nettie
:: Beiträge 524:: 21.02 Talkpoints |
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Ich denke, dass die Nordseite als dauerhafter Standort für die Pflanze eher ungeeignet ist, da Basilikum sehr licht- und wärmebedürftig ist. Unser Basilikum steht immer auf der Ostseite und es scheint ihm dort recht gut zu gefallen.
Das Problem bei Supermarkt-Kräutern ist auch, dass die Töpfe für die Pflanzen oft viel zu klein sind. Gerade die Wurzeln von Basilikum brauchen viel Platz zum atmen. Um lange Freude an der Pflanze zu haben, sollte man sie sobald wie möglich aus dem Plastiktopf befreien und in einen mind. anderthalb mal so großen Tontopf umtopfen.
Der Tontopf bietet gegenüber Plastiktöpfen den Vorteil, dass er viel besser Luft an die Wurzeln lässt. Dadurch, dass das Wasser durch die Poren im Ton schneller verdunstet, kann es praktisch nicht zu einer Anstauung des Gießwassers und damit zur Fäulnis- oder Schimmelbildung kommen.
Als Substrat für die Pflanze bietet sich ein Gemisch aus gleichen Teilen Komposterde, Sand und Kokoserde an. Die Kokosfasern sorgen durch ihre lockere Struktur für eine zusätzliche Luftzirkulation im Boden. Statt Kompost kann alternativ Blumen- oder Pflanzerde verwendet werden.
Kunstdünger solltest du, wenn es geht, besser vermeiden. Stattdessen lieber mit Kompostsud oder Kaffeesatz düngen.
Gegen Fliegenbefall und Läuse kannst du vorbeugend Niemsamen ausbringen oder alternativ mit einem Ansatz aus Niemschrot und Wasser (50g auf 1l Wasser) spritzen. Meistens deuten aber Läuse und Fliegen darauf hin, dass das Bodenmilieu nicht optimal ist und die Pflanze zu feucht steht. Daher sollte Basilikum immer von unten gegossen werden, aber das tust du ja bereits. Vor erneutem Gießen stets die Bodenoberfläche abtrocknen lassen.
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:: Kolibri
:: Beiträge 52:: 56.98 Talkpoints |
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