vom 13.12.2007
Talkteria: Mittel gegen Haarausfall und für Haarwuchs
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Mittel gegen Haarausfall und für Haarwuchs

Forum: Fingernägel, Haut & Haare

    
Haarausfall, mit eines der schlimmsten Dinge, die einem Mann je passieren können – und fast überall soll es Geheimrezepte, Wundertinkturen oder allerlei Krimskrams geben, der dagegen helfen soll. Das meiste davon ist genauso nutzlos wie teuer und wird kaum gegen eine hohe Stirn oder lichte Stellen am Hinterkopf helfen und Haarteile und Toupets sind auch nicht so das Wahre, vor allem, da hier immernoch die Peinlichkeit passieren kann, dass es aufliegt.

Im Grunde ist der Haarausfall natürlich kein wirkliches physisches Problem, da es normal ist, dass mit dem Alter die Haare ausfallen - sondern vor allem ein psychologisches, da Männer mit lichten Stellen oft älter geschätzt werden und von der Allgemeinheit als unmodisch empfunden werden und sich auch selbst so empfinden. Zudem nimmt man von älteren Männern mit Glatze meist an, diese seien Familienmenschen und sehr treue Ehemänner, was die Attraktivität beim anderen Geschlecht nicht unbedingt erhöht.


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Meist ist der Haarausfall genetisch, also erblich bedingt - androgenetische Alopezie -, was bereits in jungen Jahren mit Geheimratsecken oder Haarausfall am Hinterkopf einsetzen kann. Bedingt wird dies meist durch ein Hormon, welches Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt – und darauf reagieren die Haarwurzeln bzw. Haarfollikel sehr empfindlich was dazu führt, dass man mehr Haare verliert als normalerweise. Der genaue Grund, warum der eine darunter leidet und der andere ist jedoch nicht erforscht – von daher helfen auch Wundermittel, die die Ursache bekämpfen sollen, rein gar nichts und sind rausgeworfenes Geld.

Nicht alles ist nutzlos, denn seit ein paar Jahren gibt es sehr wohl wirksame Medikamente, welche gegen Haarausfall helfen und Haarwachstum bewirken können – auch wenn sie keine Garantie darauf geben, dass man mit der Anwendung ein Haupt mit vollem Haar bekommt. Die Auswahl dürfte hier auch nicht zu schwer fallen, da es nur zwei Wirkstoffe gibt, welche wirklich helfen und deren Wirkung auch in Studien nachgewiesen wurde.

Zum einen gibt es Medikamente mit Finasterid, welches eigentlich in hohen Dosen zur Behandlung der Prostata verwendet wird, jedoch hemmt dieses jenes Enzym welches Testosteron in Dihydrotestosteron, das die Haarwurzel schädigt. Finasterid ist verschreibungspflichtig, ein Präparat zur inneren Anwendung und muss täglich eingenommen werden – unterbricht man die Behandlung, so kehrt der Haarausfall in „alter Frische“ zurück. Finasterid gibt es in Tablettenform und kostet knapp 150 Euro für eine 3 Monatspackung. Die Erfolgsquote von Finasterid um den Haarausfall zu stoppen liegt bei 80 %, bei 70 bis 80 % aller Anwender ist nach der Einnahme auch ein erneutes Haarwachstum zu verzeichnen.

Zum anderen gibt es Präparate, die Minoxidil enthalten – eigentlich ein Wirkstoff, der als Bluthochdruckmittel verwendet wird. Präparate mit Minoxidil werden äußerlich angewendet in Form einer Tinktur und müssen zweimal pro Tag auf die entsprechende Stelle aufgetragen werden. Minoxidil ist zwar billiger und leichter zu handhaben als Finasterid, hat jedoch eine wesentlich geringere Erfolgsquote. Hier wird bei 70 % der Anwender der Haarausfall gestoppt und nur bei 50 – 60 % ist ein erneutes Haarwachstum zu verzeichnen.

Wer nicht auf Medikamente zurückgreifen möchte, dem steht noch die Eigenhaartransplantation zur Verfügung – bei dieser werden Hautstücke mit Haarwurzeln meist aus dem Nackenbereich entnommen und die Haarwurzeln werden anschließend auf die kahlen Stellen verpflanzt. Jedoch wird dies nur dann empfohlen, wenn der Haarausfall bereits erfolgt und nicht mehr aktiv ist. Zudem ist eine Haartransplantation die kostspieligste aller aufgezählten wirksamen Varianten.

Wem alles zu teuer oder zu umständlich ist, der sollte den Ratschlag von Psychologen beherzigen der da lautet, dass die Probleme die man mit einer Glatze hat und ausfallenden Haaren mit dem Alter abnehmen.
  
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