vom 07.12.2007
Talkteria: Was haltet ihr vom "Mindestlohn"?
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Was haltet ihr vom "Mindestlohn"?

Forum: Politik & Gesetz

    
Umfrage Ergebnis: Mindestlohn einführen?
 
Ja! Muss sein in allen Bereichen
50%
50% (6)
Ja, aber nicht in allen Bereichen
33%
33% (4)
Mir egal
0%
0% (0)
Nein, auf keinen Fall
16%
16% (2)
 
Stimmen insgesamt : 12
 
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Hallo!

Ich wollte hier mal eine Diskusion zu diesem aktuellen Thema starten.

Was meint ihr?
Baucht es das?
In allen Bereichen, oder nur in bestimmten?

Ich fang mal an mit meiner persönlichen Meinung.

Ist ein sehr schwieriges Thema finde ich...

Aber ich bin dafür!

Ausschlaggebend ist für mich, auch wenn ich selbst nicht davon betroffen bin, das es einfach dutzende Berufe, Ausbildungsberufe (!!!), gibt wo das regelmäßige gesicherte Einkommen nicht für den Lebensunterhalt langt.
Das kann einfach nicht sein das jemand 40 Stunden die Woche arbeitet, aber entweder auf seinen LEbenspartner angewiesen ist, oder aufstockende Sozialleistungen erhält.
Beispiele dafür kennen wir genug denke ich.
Arzthelferinnen, Friseure, etc...
Dabei finde ich es auch ganz wichtig zu erwähnen das dies Ausbildungsberufe sind. Das hat man 3 Jahre lang lernen müssen mit einem noch niedrigeren Gehalt. Ok, wenn jemand nix gelernt hat und beim Mäces Pommes brät, dann muss er auch damit zu recht kommen das er kaum verdient.
Ich finde aber das richtige Berufe so entlohnt werden müssen das, wenn auch knapp und nicht so gut, jeder damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Ich weiß von 2 BEkannten von mir, eine ist ALtenpfelgerin, die andere eben Friseurin, das beide so ca. 650 - 750 Euro nach Steuer verdienen.
Beide zahlen davon ca. 400 EUR Miete + Strom ca. 80 EUR + Telefon ca. 50 EUR. Ein Hartz4 Empfänger bekommt alle Ausgaben bezahlt + 345 EUR zum LEben. Das doch nicht gerecht. Und erklärt auch ein wenig warum bei vielen einfach die Motivation nicht da ist um sich einen Job zu suchen...das kann ich sogar verstehen.

Auf der anderen Seite...kommt der Mindestlohn z.B. für Friseure passieren auch 2 Dinge:

1. Entlassungen
2. Der Preis für diese Dienstleistung steigt.

Beides finde ich persönlich muss einfach passieren und irgentwie kompensiert werden durch jeden einzelnen um diese Ungerechtigkeit und diese Missständnisse in unserem System auszuhebeln.

Was meint ihr?
  
:: MisterS :: Beiträge 129:: -0.02 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Also ich spreche mich für einen begrenzten Mindeslohn aus. Er soll existieren, allerdings nicht in jeder Branche. Denn in manchen ist dieser Überflüssig und könnte da nur zu noch mehr Bürokratie führen...

Ein Beispiel was mich selbst betrifft:
Meine Mutter arbeitet Halbtags eine betstimmte Anzahl von Stunden im Monat. Nun wenn sie allerdings Personen Vertreten muss und so ungefähr 15 Stunden zu viel gearbeitet hat, dan nareitet sie ins Minus, da das Finanzamt da kräftig abkassiert, nun ja es liegt schon auch an der Steuerklasse V. doch für 6€ in der Stunde... das ist einfach zu wenig für eine so aufreibende Arbeit wie sie meine Mutter betreibt!
  
:: D4Ch3kker :: Beiträge 48:: 9.12 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Ich bin auch für einen Mindestlohn. Beim beispiel der Bahn oder der Post sieht man ja, das diese Rießenkonzerne trotzdem Milliardengewinne machen - und nur um gut bei den Börsianern dazustehen müssen abertausende Mitarbeiter schuften damit sie sich das nötigste zum leben leisten können, und die großen Bosse und Spekulkanten stopfen sich die Tasche voll. Sicher geht das nicht in allen Bereichen, den wenn nicht mehr Geld reinkommt oder für die Tätigkeit am Markt nicht mehr geld zu bekommen ist, kann auch die Firma nicht mehr an ihre Mitarbeiter bezahlen. Ich sehe den Mindeslohn als Chance wieder die steigende Kluft zwischen Arm und reich etwas zu schließen und so auch indirekt unserer Konjunkjtur auf die Beine helfen. Denn wenn jeder mehr Geld zu verfügung hat kann auch jeder wieder mehr ausgeben und das dürfte jedem klar sein, dass das eine positive andauernde Wirkung anch sich zieht!
  
:: Freebesucher :: Beiträge 7:: 2.15 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Ich denke schon, dass in allen Bereichen ein Mindestlohn eingeführt werden soll. Denn sehr oft sind gerade die Jobs mit harter Arbeit recht schlecht und unterbezahlt. Nimmt man zum Beispiel einen Hausarzt oder einen Rechtsanwalt die sitzen die meiste Zeit und müssen kaum körperlich arbeiten. Eine Putzfrau oder ein Müllmann muss stattdessen während seiner ganzen Arbeit körperlich arbeiten verdient aber noch nicht einmal die Hälfte von dem Gehalt des Arztes oder Rechtsanwaltes. Mir ist schon klar, dass Leute die studiert haben oder eine Lehre gemacht haben mehr verdienen, aber deshalb müssen die anderen ja auch nicht ausgebeutet werden. Daher bin ich für einen Mindestlohn und zwar in allen Bereichen.
  
:: lassie222 :: Beiträge 219:: 22.11 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Der Mindestlohn wäre nur logisch und sinnvoll auch wenn er kaum dazu beitragen wird dass die Einkommensunterschiede abgeschwächt werden - da geht es beim Mindestlohn auch nicht drum, da nicht jeder soviel verdienen soll, dass er damit schön viel verdient, sondern nur soviel, dass er ein Grundeinkommen hat, welches zum Leben reicht und etwas mehr. Wäre auch illusorisch soetwas zu fordern, denn warum soll man schlecht ausgebildeten Arbeitskräften soviel zahlen, dass sie damit gut ausgebildete übertrumpfen oder sagen wir, nahe an deren Lohn / Gehalt herankommen? Das will auch keiner bezahlen.

Was meiner Meinung nach für den Mindestlohn sprechen würde:
- Mindestlohn gibt es in fast jedem Land (Industriestaat) der Welt sogar bei den Amis (also den Raubkapitalisten) und es funktioniert problemlos ohne die bei uns prophezeite Schwächung der Wirtschfaft
- sichert die Existenz des Arbeitnehmers ab
- schützt vor Lohndumping
- stärkt die Kaufkraft und so langfristig den Binnenmarkt
- macht bestimmte Arbeitsfelder attraktiver
- schafft Gleichheit auf dem Arbeitsmarkt
- und andere marginalere Gründe, die trotzdem einen positiven Effekt auf die Volkswirtschaft hätten.

Was das mit dem Arzt oder Lehrer angeht - das wäre wohl zuviel verlangt und auch zuviel des guten. Warum sollte man einer minderwertigen Arbeitskraft auch soviel bezahlen? Geistige Arbeit ist nunmal anstrenger und anspruchsvoller als körperliche Arbeit und muss auch besser bezahlt werden. Zudem erhalten Ärzte oder Lehrer während ihrer Ausbildung kein Gehalt, eine Putzfrau verdient von Anfang an, da sie keine Ausbildung benötigt, ein Müllmann verdient ebenfalls in der Ausbildung. Abgesehen davon, ist die Arbeit die akademische Berufe leisten volkswirtschaftlich und sozial bedeutender als der Müll der weggeräumt wird. Klar ist es auch wichtig dass der Müll wegkommt, aber hier sind Arbeitskräfte leicht ersetzbar und austauschbar, jedoch muss man sich nur selbst einmal fragen: Was ist schlimmer? Eine Woche Müll vor der Haustür oder eine Woche lang keine medizinische Versorgung?
  
Subbotnik :: Subbotnik :: Beiträge 9414:: 200.32 Talkpoints :: Auszeichnung für 5000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Hallo!

Ich weiß nicht so recht, ob ich mich für oder gegen einen Mindestlohn aussprechen soll. Auf der einen Seite finde ich es schon nur gerecht, wenn man für seine Arbeit angemessen bezahlt wird, gerade weil das Arbeitslosengeld 2 plus Miete manchmal kaum weniger Geld ist, als der Nettolohn eines Arbeiters, wie schon erwähnt wurde, z. B. das Gehalt eines Postboten oder einer Friseurin.

Auf der anderen Seite hört man ja, dass einige Firmen (ich denke jetzt gerade an die Post-Konkurrenten wie PIN etc.) Mitarbeiter angeblich entlassen müssen, weil sie sich angeblich die höheren Löhne nicht mehr für alle Mitarbeiter leisten können.

Wie schon angesprochen wurde, finde ich auch, dass die Ausbildungsvergütung oft ziemlich gering ist, aber wenigstens ist diese Zeit auf wenige Jahre begrenzt.
Ich selber bekomme im ersten Lehrjahr meiner Ausbildung kaum mehr als 300 Euro und wenn ich mir dann überlege, dass man an Arbeitslosengeld 2 mehr Geld bekommen würde und dann noch die Miete, dann wird mir auch ganz anders, aber abgesehen davon, dass ich arbeiten möchte bzw. eine Ausbildung machen möchte, würde ich wohl auch (noch) kein besagtes Arbeitslosengeld 2 bekommen, da ich etwas Geld gespart habe und außerdem bin ich auch noch keine 25 Jahre alt, sodass mir eine eigene kleine Wohnung auch nicht finanziert werden würde.

Viele Grüße
  
:: Mareikel :: Beiträge 1744:: 14.88 Talkpoints :: Auszeichnung für 1000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Ich finde den jetzigen Mindestlohn als Hungerlohn weil dadurch nur das nötigste gekauft werden kann. Der Stundelohn sollte um 1 bis 2 Euro Angehoben werden das wäre ein sehr großer Fortschritt . Zlb die Postler verdienen 9,80€ die Stunde ich finde das als Hungerlohn. Ihr dienst ist sehr Wichtig und jeder braucht das irgendwann.
Mir wäre es egal ob die Preise für Briefmarken um 10-20 Cent angehoben werden.
Hauptsache verdienen sie besser damit sie ihren Lebensstandart verbessern können.
  
:: BadBoyErdi :: Beiträge 89:: 33.12 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Also generell muss ich sagen, dass ich das für eine gute Sache halte.
Es kann einfach nicht angehen , dass zum Beispiel eine Friseuse weniger verdient wenn sie arbeiten geht, als wenn sie zu Hause bleibt und Arbeitslosengeld oder Hartz 4 bezieht.
Das löst unser Arbeitslosenproblem einfach nicht, im Gegenteil- es treibt es an.
Wer geht schon freiwillig etliche Stunde arbeiten und bekommt dafür das gleiche, oder weniger Geld , wie als wenn er zu Hause bleibt und sein Leben genießt.

In manchen Bereichen finde ich Mindestlöhne aber unpassend, weil diese sowieso um ein vielfaches überstiegen werden.
  
KingKanye :: KingKanye :: Beiträge 466:: -0.01 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Meiner Meinung nach sollte es einen Mindestlohn in allen Branchen geben. Es kann doch wie hier schon gesagt wurde wirklich nicht sein, dass Leute die jeden Tag in Vollzeit arbeiten gehen am Monatsende weniger auf dem Konto haben als jemand der ALG2 bezieht oder zusätzlich zum Gehalt noch Zuschüsse vom Arbeitsamt brauchen um überleben zu können! Und in allen Branchen deshalb, weil ich denke, dass wirklich ausnahmslos jeder der arbeiten geht auch dafür angemessen entlohnt werden sollte, egal ob er die Straße fegt, Briefe austrägt oder was weiß ich was.
Ich bin der Meinung, dass der Mindestlohn minimal ALG2-Niveau + 50% sein sollte.

Die vielen Vorteile wurden hier ja schon genannt. Vor allem finde ich aber auch, dass es einen gewissen psychologischen Effekt hätte, wenn die eigene Arbeit endlich wieder etwas wert ist.

MfG
Phantomlord
  
Phantomlord :: Phantomlord :: Beiträge 959:: 8.11 Talkpoints Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
Ich bin auch voll und ganz für den Mindestlohn. Dass einige Firmen, wie zB PIN ihre Mitarbeiter entlassen müssen, kann ja nur eine deutliche Botschaft dafür sien, dass es dringend Zeit wird, Arbeitgebern klar zu machen, dass sie ihre Mitarbeiter sind 'erpressen' können und mit einem Hungerlohn abspeisen können. Das kann nur die logische Konsequenz daraus sein, dass genau solche Firmen eben ihre Mitarbeiter entlassen werden. Im Moment wirkt das negativ, aber es führt auf Dauer ja nur dazu, dass diese Arbeitnehmer einen neune Arbeitsplatz bekommen, bei dem sie angemessen verdienen und das steht ihnen ja auch zu. Ich finde aber eh, dass es von PIN schon fast wie ein Art Erpressung gewirkt hat und das fand ich dann eh ziemlich lächerlich.
  
:: Sippschaft :: Beiträge 7605:: 172.90 Talkpoints :: Auszeichnung für 5000 Beiträge Zum Antworten mit Zitat bitte einloggen
 
 
 
   
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