Der Gesundheit zuliebe auf Strahlung achten?

vom 02.01.2015, 18:22 Uhr

"Warum wird nicht mehr auf Strahlenwerte geachtet?"

Käufer sind zu bequem
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25%
Fortschritt geht vor Gesundheit
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Keine Stimmen
alles paranoides Gequatsche
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50%
Habe mir bisher keine Gedanken darüber gemacht
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25%
 
Abstimmungen insgesamt : 4

Ich wundere mich immer wieder darüber, dass Strahlenwerte bei Handys oder Smartphones kaum aufgeführt sind. :twisted: Mich würde interessieren, welches Statement Ihr zum das Thema Strahlung abgeben mögt, denn egal wohin ich sehe, es werden immer mehr WLAN und WLAN-Repeater, Handy, Smartphones genutzt. Dies ist der Trend der Zeit, schon klar, aber :shock::

"Warum wird nicht mehr auf Strahlenwerte geachtet?" Im voraus möchte ich das Thema Strahlung / Elektrosmog kurz vorstellen. Auch wenn meine Recherchen etwas umfangreicher sind, hoffe ich auf Eure Meinung zum Thema:

Elektrogesmogte Bürger? Während sich die elektromagnetische Verträglichkeit von Autos und Elektrogeräten stetig verbessert, ist dies bei Lebewesen naturbedingt schwierig. Welche Gefahren drohen und wie schaut ein Schutz bei WLAN und Handys aus?

Gleichwohl in Organismen Gleichstrom und Magnetfelder aktiv sind, beeinflussen die in der Funkbranche genutzten pulsierenden Wechselfelder Organismen mit bisher wenig erforschten Auswirkungen. Nicht umsonst wurde von der WHO für Handys die spezifische Absorptionsrate (SAR) festgelegt, wobei ein Wert von 0,5 als gering eingestuft ist. Gilt es künftig also, statt mit Großdisplayhandys lieber mit einem strahlungsarmen zu protzen?

Die Technische Hochschule Mittelhessen fordert auf ihrer Internetseite sicher zu stellen, dass ein Handy weder den Airbag auslöst, noch eine Vollbremsung veranlasst. Solange also generell gesagt unerwünschte Wirkungen verhindert sind, steht der Nutzung von funkverursachenden Geräten nichts entgegen, doch wie schaut es mit der elektromagnetischen Verträglichkeit des Menschen aus?

Die Diskussion um Grenzwerte, wie viel Strahlung einem Organismus zugemutet werden kann, ist entbrannt und betrifft neben Handys auch Funkmasten, WLAN-Installationen und weitere Funkschleudern. Die Schwierigkeit liegt sicherlich darin, Strahlungshochburgen zu erkennen und zu meiden oder ähnlich der bis vor kurzem allgegenwärtigen und zudem gesundheitsschädigenden Nikotinbelästigung, durch Maßnahmen zu begegnen.

Der Umweltmediziner Prof. William J. Rea erkannte, dass manche Körper sensibilisiert sind für elektromagnetische Strahlung und diese dann als Schlüsselreiz für Beschwerden fungieren. Unter anderem reagieren Betroffene mit Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwäche.

Wissenschaftler und Umweltmediziner gründeten das Chemical Sensitivity Network für den Informationsaustausch zwischen Allergikern und Umweltkranken. Autoren der Internetpräsenz führen an, dass Elektrosensibilität bis vor ein paar Jahren eine relativ selten anzutreffende Erkrankung war. Durch die zunehmende Belastung elektromagnetischer Strahlung nahm die Zahl der Elektrosensiblen drastisch zu.

Die Holistic Naturprodukte GmbH beruft sich sogar auf die internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung IGEF und führt eine Vielzahl möglicher Auswirkungen auf. Auf deren Internetseite weist sie darauf hin, dass die Gesundheit schon bei täglich wenigen Minuten Gesprächsdauer mit einem Handy geschädigt werden kann. Benutzer seien dem Risiko ausgesetzt, an Multipler Sklerose, Alzheimer und Parkinson zu erkranken. Andere Wissenschaftler sprechen von Gehirntumoren, Nerventumoren, Fehlfunktion der Gehirnzellen und genetischen Schäden.

Wissenschaftler und Studien bestätigen Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen durch Elektrosmog:

- Chronische Kopfschmerzen
- Schlafstörung
- Herzrhythmusstörungen
- Potenzstörungen
- Rheumatische Beschwerden
- Chronische Müdigkeit
- Infektanfälligkeit
- Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
- Lernprobleme
- Depressionen und Selbstmorde
- Gedächtnisstörungen
- räumliche Desorientierung
- verringerte Immunreaktion
- DNA-Schaden und Veränderung der DNA Reparatur Kapazität
- Gehirntumoren
- Leukämie und andere Krebserkrankungen
- Fortpflanzungsprobleme, Fehlgeburten, Herzrhythmusstörungen
- Herzinfarkte
- Blutdruckänderungen

Tabelle: Auf Seite der Holistic Naturprodukte GmbH aufgeführte Strahlengefahren

Während der „Stressreport Deutschland 2012“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aufzeigt, dass der Job generell immer häufiger zu Erkrankungen führt, erläutert die Verbraucherschutzorganisation Diagnose-Funk, dass das Ansteigen der Krankheitssymptome nahezu parallel mit dem Anstieg der Nutzung der Mobilfunktechnologien verlaufe. Im Brennpunktthema »Mobilfunk-Nutzung fördert Stress und Burn-Out», werden neben der Strahlenauswirkung weitere krankheitsfördernde Gefahren wie ständige Erreichbarkeit und hochgeschraubte Leistungsanforderungen aufgeführt.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagierte auf Forschungsergebnisse und nahm Electromagnetic Hypersensitivity (EHS) im Krankheitsregister auf mit dem Hinweis, dass es Faktoren gäbe, die Gesundheitszustände beeinflussen. Mittlerweile gibt es eine Stellungnahme der Strahlenschutzkommission über die Auswirkungen von Elektrosmog auf unsere Gesundheit. Hier heißt es vorsichtig:

Auch wenn eine endgültige Bewertung des DMF erst nach Vorliegen der noch in Bearbeitung befindlichen Studien möglich ist, zeigen die bisherigen Ergebnisse, dass die ursprünglichen Befürchtungen über gesundheitliche Risiken nicht bestätigt werden konnten. Aus der Sicht des Strahlenschutzes ist jedoch festzustellen, dass im Bereich biologischer Wechselwirkungen ein einziges Forschungsprojekt allein selbst bei herausragender Qualität nicht in der Lage sein kann, eine wissenschaftliche Fragestellung endgültig zu klären.

Keinesfalls sollten Fortschritt und Segen der Technik ungenutzt bleiben. Doch mag vorrangig geprüft werden, ob weitere Strahlungsherde notwendig sind. Statt also für eine feste Anzahl Mitarbeiter WLAN-Hotspots einzurichten, wäre die Nutzung von LAN-Kabeln nicht nur sicherer, sondern stellt auch das stabilere Netz bereit. Die Augen zu schließen und, wie die Strahlenschutzkommission vereinfachend umreißt, dass „Elektrosensibilität mit großer Wahrscheinlichkeit nicht existiert« ist meiner Meinung etwas zu kurz gedacht.

Auf der anderen Seite: Haben Sie schon bedacht, dass der durchschnittliche Bürger täglich 9 Kosmetikprodukte verwendet und sich im Durchschnitt 126 verschiedenen Chemikalien aussetzt? Laut Internetseite CSN wurden 89% von 10.500 in Kosmetika verwendeten Inhaltsstoffen nie auf ihre Sicherheit hin untersucht ... Es gibt also viele Faktoren, die Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben.

Mein Fazit: Ergebnisse werden unterschiedlich interpretiert oder in Zusammenhänge gesetzt, wobei die Frage offenbleibt, ob es richtig ist, die jeweiligen Daten miteinander in ein Verhältnis zu setzen. Bis gesicherte Erkenntnisse vorliegen, sollten alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Empfehlungen:
a) Kaufen sie Handys mit geringem Strahlungsindex (SAR)
→ Dazu bedarf es der Kennzeichnung der Geräteinformationen, sodass der SAR-Wert bereit vor Kauf bekannt ist.

b) Montieren Sie eine Außenantenne am Fahrzeug, um den Strahlungsquerschlägern im Fahrzeuginneren zu entgehen. Die Karosserie nämlich fungiert wie ein faradayscher Käfig, sodass Strahlen im Fahrzeuginneren abgelenkt werden, bis sie irgendwann den Weg durch die Scheibe nach draußen finden.
→ Selbst im Fachgeschäft konnte mir keine Außenantenne angeboten werden. Wer hat hier einen Anbieter, beispielsweise für ein Samsung DUOS oder ein Alcatel Pop?

c) Schalten Sie das WLAN bei Nichtnutzung einfach aus.

... weitere Tipps? Das Einrichten strahlungsfreier Zonen analog der Nichtraucherforderung nach gesunder Luft wird nicht durchzusetzen oder gar zu kontrollieren sein. Bleibt nur eigenverantwortlich auf seine Gesundheit zu achten.

Um auf die Frage zurückzukommen: "Warum wird nicht mehr auf Strahlenwerte geachtet?"

» Wic » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Mod am 22.03.2015, 13:03, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


Wenn ich mal ehrlich bin, gehöre ich auch zu denjenigen, die solche Gefahren gern mal ausblenden und diese wirklich in die Kategorie paranoides Gequatsche einordnen würden. Wie du selbst auch schreibst, liegen bisher zu fast all deinen Ausführungen keine gesicherten Erkenntnisse vor. Aber die Leute werden erst einmal verrückt gemacht, dass Handy, WLAN und Co. Multiple Sklerose, Alzheimer und Parkinson auslösen könnten. Mag ja auch sein, dass ich etwas zu sorglos mit dem ganzen Thema umgehe. :think:

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» mikado* » Beiträge: 1864 » Talkpoints: 512,91 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ja, sie Schwierigkeit ist, zu bewerten, was paranoid ist und was zu einer Erkrankung führen könnte. Aber wichtig ist auch das Leben zu genießen und die Möglichkeiten der aktuellen Technik zu nutzen. Meiner Meinung nach halt nur mit Bedacht.

» Wic » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Gio am 22.03.2015, 22:29, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


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